big thing….

fotokabine….ist ja so ein fotostudio…vorausgesetzt der berufsknipser hat noch eins an der backe…natürlichn träumt man beim sprung ins eiskalte berufsleben von so einem tollen studio…am besten fabrikloft im new york style mit ständig klingelnden telefonen und vollbusiger kaffee kochenden assistentin…draussen vor der tür stehen die kunden schlange…drinnen werden die schampusflaschgen geköpft :-)…ich musste mal in stuttgart fotografieren…hatte meine kleine sammlung von 5 blitzgeneratoren natürlich im auto mitgenommen und stand dann eingeschüchtert in einer riesigen art von 3 fach turnhalle incl. deckenkran an dem man einen 40 tonnen lkw anhängen konnte…und als ich verschüchtert nach einem weiteren blitzgenerator zu fragen wagte…schloss man die tür zum technikraum auf wo ca. 50 dieser generatoren im regal standen …ich erlitt einen mittelschweren kulturschock und kam mir vor wie ein armseliger kraut und rüben knipser…bis ich dann die bilder sah die mit diesem technikoverkill entstanden…da gings mir wieder besser…also das traumstudio…tja, ich hatte dann auch mal eins…mit grossem namensschild an der tür..sehr gut fürs ego…sieht man mal von den monatlichen belastungen ab…vor allem wenn das telefon mal 6 wochen lang gar nicht mehr läutet…und was vielleicht auf dem land noch gut klappt geht in der stadt bei den mietpreisen kaum noch lange gut…ein fotostudio braucht nunmal eine gewisse grösse…(ausnahmen bestätigen die regel, siehe das aufmacherbild 🙂 …also kam der tag des auszuges…der fotograf sammelte seinen ganzen krempel zusammen, rief die sperrmüllabfuhr an, lud kameras und computer in seinen familienporsche..trat nochmal voller selbstmitleid gegen die schönen metallpfeiler der halle und warf dem nimmersatten vermieter den studioschlüssel vor die füsse…revolution,kündigung,umsturz !… und seitdem wird je nach auftragslage ein mietstudio gebucht und die computerpostproduktion vom arbeitszimmer aus erledigt…sehr unsexy…und ich gebe gerne zu : fahre ich an einer schönen alten fabrik vorbei denke ich mir…hm, dort vielleicht noch einmal…so ganz nett für mich allein …obercool vollgestellt mit meinen bildern…aber dann ruft mich mein hauseigener finanzminister zu vernunft und das ist auch gut so…wo ich jetzt eh mehr computer als kameras habe …kann ich auch vom bett aus arbeiten 🙂

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6 Antworten zu “big thing….

  1. Tja, seitdem darf ich nur noch hässliche assistentinen beschäftigen…oder jungs, aber ich mag nicht nur über fussball und co. reden…:-)

  2. so ein schöner bericht und den herren bleibt nur die vollbusige assistentin im kopf…..ich mag auch berufe am liebsten die man vom bett aus ausüben kann…..daher beträgt meine eigentliche sichtbare arbeitszeit auch täglich nur 4-5 stunden….alles andere zählt nicht und deshalb werde ich auch oft gefragt, conny, malst du noch oder hast du schon arbeit gefunden?…..da kann man noch so ein großes atelier haben….es zählt nicht….:-)

  3. so sind die Männer halt :-)…im ernst, ich arbeite lieber mit Assistentinnen zusammen weil es nicht so anstrengend männlich ist…obwohl meine jetzige als Hobby survivaltraining im Wald und geländeautofahren hat…ich habe da nur ein Mountainbike.. und meine Eltern glauben heute noch ich würde mit dem computer nur spiele machen und fragen dann wozu ich dafür 3 grossrechneranlagen mit 5 Monitoren brauche….arbeit ist halt relativ und auch unsichtbare Arbeit kann Arbeit sein…z.b. den kopf zermartern über neue Projekte etc…
    lieber gruss,
    jürgen

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