Geschäftsmodell…

HO Lebensmittel…ratlos versucht der Fotograf den Kaffeesatz in seiner Tasse zu lesen…leider ohne Erfolg, dabei ist das jetzt schon die zehnte Tasse heute morgen..allein : Weitsicht stellt sich nicht ein, geschweige denn Zukunftsvisionen…in einer Zeit wo selbst Hausmakler schlechte Perspektiven beklagen..:-)   wie sehen dann wohl die des Fotografen aus ? …Weihnachtsmänner und Osterhasen werden leider nur saisonal gebraucht..Fahrradkuriere gibts auch kaum noch im Mailzeitalter…und eine asiatisch griechische Currywurstbude mit Sushi Spezial und Pizzalieferservice steht auch schon an jeder Strassenecke…und der eigene Beruf wird leider immer mehr unter Beschuss genommen…ich sitze in einer Wagenburg und die Pfeile der anstürmenden Indianer prasseln auf mich ein..hach war das spannend damals beim Old Shatterhand…aber so in Echt ?…wäre mir ein gemütlicher Strandkorb lieber…die Kundenpfeile sagen …spure und knipse aber bitte zum halben Preis, sonst besorge ich mir die Bilder aus dem Internet, die Technikerpfeile mosern ob der total veralteten Technik und wollen nur noch Filmer gelten lassen…und von links und rechts sausen die Pfeile der lieben Mitbewerber herunter…Dank der Ausbildung der Fachhochschulen gibt es mittlerweile viele davon…derweil der zu verteilende Kuchen…ach ne, besser das trockene Knäckebrot …immer kleiner wird…sinkende Honorare und steigende Mieten vertragen sich nicht gut…und leider ist man als Fotograf auch noch auf die teuren grossen Städte angewiesen…da sind die Kunden und wollen gerne die Kurierkosten sparen….noch eine Tasse Kaffee ?… ok, klagen hilft nicht, Subventionen kriegen nur die Landwirte ( bei zuviel Regen, zu wenig Regen, gar kein Regen oder einfach so ) und die Zeiten waren schon immer unübersichtlich..neue Kamera kaufen und bessere Bilder machen…vom Honorar ein Schloss in der Ueckermark kaufen und dann 20 Jahre daran herumrenovieren…und wenn man dort versucht sich das Feierabendbier zu kaufen steht man oft vor verschlossener Tür …Ladenöffnungszeiten nicht mehr vorhanden…hier hat auch ein Geschäftsmodell nicht mehr geklappt…trotz diverser Umbenennungen ( Kolonialwaren-HO Lebensmittel-Edeka) …jetzt fahren hier alle mit dem Auto in die nächste Stadt zum ALDI..oder es ist gar keiner mehr da im Dorf…nur noch eingefallende Dächer und zugenagelte Fenster…da ist die Zeit dann über komplette Lebendsmodelle hinweggerauscht..Puh…jetzt aber statt Kaffee lieber einen Schnaps…besser gleich 2 🙂

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14 Antworten zu “Geschäftsmodell…

  1. Lieber Jürgen, als Kind bin ich in so einem HO immer mit meiner Mutter einkaufen gewesen. Danke für die nostalgischen Erinnerungen! Das andere hört sich ziemlich traurig an… Darf’s noch ein Whiskey oben ‚drauf sein? Liebe Grüße Susann

  2. Das verlassene MeckPomm scheint dich ja nicht loszulassen. Gut so. Hoffentlich gabs in dem Dorf wenigstens noch Handy-Empfang, damit deine Kunden dich erreichen konnten. 😉

    • Stimmt, ich entdecke gerade die Ueckermünder Gegend…ein schöner Kontrast zur Hamburger Hektik…und tatsächlich : Autoverkehr und Handyempfang entsprechen den Hamburger Verhältnissen 🙂
      Grüsse, Jürgen

  3. Und dann kommen noch die „Leichen“-Fledderer, Lost Places Fotografen, denen es nicht vergammelt genug sein kann. Alles hat 2 Seiten und was dem einen sein Hobby, ist dem anderen sein Untergang?
    Auch von mir ob deiner traurigen Worte ein virtuelles Bier. Grüße.

    • Danke fürs Bier 🙂
      Der Begriff Lost Place bekommt dort eine ganz andere Bedeutung weil nicht nur eine Fabrik oder ein Schloss gemeint ist sondern ganze Landschaftsteile…schon sehr beeindruckend…
      Beste Grüsse, Jürgen

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