Bunte Herbstblätter…

schloss1.2…gibts ja im Augenblick überall zu bewundern, in Echt rutscht man auf ihnen morgens aus und kommt mit kaputter Jeans,und ebensolchem Knie ins Büro…virtuell kann man sie in diversen Blogs bewundern…und obwohl ich genau in dieser Zeit geboren bin finde ich fotografisch nicht so viel Spannendes daran…eher in der nun kommenden Zeit…daher ein Foto vom kommenden November…selbst auf die Gefahr hin das ich damit mein Ferienhaus verrate ( für den Fall das das Finanzamt mitliest…gehört alles meiner Frau ) …Kann mir schon gar nicht gehören weil …als Berufsfotograf ist man permanent pleite…gerade hat Leica eine neue Kamera vorgestellt…mit Objektiv für schlappe 10.000€…und das wo die Canon noch nicht abbezahlt ist , geschweige das Phase One Digitalback…und soeben ruft die Firma Broncolor an…mein Studiolichthersteller…sie haben da was ganz spannendes Neues…allein…sonst ruft keine Sau an…Telefon scheint kaputt zu sein…ach ja, habe ja auch kein aeiou 5678 sonstwiephone sondern ein 3 Jahre altes Samsung…man muss halt Prioritäten setzen…das tun die Kunden auch und deshalb ist das Honorar seit über 4 Jahren nicht mehr gestiegen…und wird es vermutlich auch nicht mehr, was bedeutet : mehr arbeiten, mehr umsonst arbeiten, Mitarbeiter drücken bis sie schreien…geht aber auch nicht, da bleibt der Teamgedanke auf der Strecke…Ausweg aus der Misere nicht wirklich in Sicht..und streiken als Selbstständiger …ist noch nicht mal ein schlechter Witz…also das tun was wir gut können : Klappe halten und hinter der Kamera verstecken und Fotos machen und durchwursteln….ach ja, und vielleicht morgen Lotto spielen…14 Mille, dafür dürfte so ein bescheidener Kasten wie der oben auf dem Bild gut zu erwerben sein…leider gewinnt immer nur einer  : die Lottogesellschaft…wenn das hier so weiter geht muss ich mich wohl von einem meiner 4 Porsche trennen…und das verrückte ist : ständig rufen coole Typen an die den Berufsfotografen für einen obercoolen Typen halten und auch so werden wollen…statt was reelles zu anzustreben : z.B Friedhofsgärtner oder männlicher Babysitter…die haben wenigstens geregelte Arbeitszeiten und Wochenende…hier hingegen ist das mal wieder gestrichen : die digitale Fotografie bringt es mit sich das die Präsentationsmappe eines Fotografen viel schneller erneuert werden muss als früher zu analogen Zeiten…da reichten 5-6 neue Bilder pro Jahr, heute wird man komisch angeschaut wenn nach einem Jahr nicht wenigstens 40 Prozent der Mappe neue fotografiert worden ist…ist doch alles digital und kostet nichts…von wegen , erstmal die Ideen haben und dann das Geld für die Ideen und dann das Geld für Papier und Druck…ich bin schon von Butter auf Margarine umgestiegen, von Brötchen ganz zu schweigen…der Fotograf ist echt eine arme Sau…so, genug geklagt …muss noch schnell meinen 600er goldmetallic Mercedes in die Waschstrasse fahren…im nächsten Beitrag erfahrt Ihr dann auf welches Konto eure Spenden überwiesen werden können… 🙂

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23 Antworten zu “Bunte Herbstblätter…

  1. Clips versus Stills

    Eine bekannte Werbeagentur löste – mangels Aufträgen – einen Geschäftsbereich auf und fokussiert sich künftig auf moderne Werbeformate. Also weg von gedruckten Anzeigen – hin zu mobilen Clips! Die gute Nachricht dabei ist, das sich der technische Qualitätsanspruch der Zielgruppen verändert hat, denn das Publikum wird heute eher über mobile Geräte mit niedrigen Bandbreiten angesprochen. Für höhere Ansprüche – etwa via Retina Display hat sich bisher der HD 1080p als Standard im Format 16:9 etabliert, was fast dem 2K Film Format entspricht. Für künftige Tablets in Din A4 Größe dürfte das ebenfalls genügen, da beispielsweise 4K Clips sehr viel teurer zu produzieren wären und deutlich höher Bandbreiten beanspruchen würden, was die Konsumenten zu bezahlen hätten.

  2. Tja, die ewige Diskussion ob Print oder Clip…allein die Klicks sind auch kein Qualitätsmasstab und interessanterweise gab es noch nie soviel Zeitschriften wie heute…wenn auch in sehr unterschiedlicher Qualität…ich denke für eine gewisse Zeit wird beides gleichberechtigt nebeneinander existieren und die Werbung muss so konstruiert werden das sie die für das Produkt relevanten Kanäle gleichmässig bespielt…sonst wird aus Werbung herausgeworfenes Geld ( wie ohnehin in der Hälfte aller Fälle…wobei, wenn davon nur ein Bruchteil bei mir ankommt 🙂

  3. Hallo Werner,
    mein Geld lässt die Photoindustrie in Japan arbeiten 🙂
    Und wenn ich hier in Hamburg so gegen 11.00 um die Ecke schaue und sehr junge Menschen mit sehr schnellen Autos im Café sitzen sehe und überteuerten Kaffee schlürfen..ok, das sind dann die anderen , deren Väter dafür gesorgt haben das die Sprösslinge das Thema Arbeit höchstens als weiteren Freizeitspass empfinden…Da leide ich dann lieber ein wenig 🙂
    LG Jürgen

  4. zu dem Text hätte aber besser ein Bild mit einer Klagemauer gepaßt -:)))
    Der Solidarpfennig bzw. Cent liegt schon bereit zur Überweisung auf das Konto -:)))

    • Stimmt 🙂
      Aber da war ich noch nicht vor Ort um die passenden Fotos zu machen…und was den cent anbetrifft : hier in Hamburg heisst es : haste mal 2 Euro….die Herrschaften gehen auch mit der Zeit…von wegen Bescheidenheit und cent….. 🙂
      Lieber Gruss,
      Jürgen

  5. ist eh jetzt zu gefährlich an diesem Ort in Jerusalem und ich habe ja ein weiches Herz: also 200 Cent liegen ab jetzt für die eventuelle Fotografenpleite zur Überweisung bereit –:)))

    auch einen lieben Gruß von der vieleuhrenumstellenmüssendenfingerlahmen

    Karin

    • Danke Karin, sparen lohnt sich nicht bei den Zinsen, zum spekulieren reicht es nicht ( selbst wenn Dagobert Duck angeblich mit einem Taler angefangen hat…) , du darfst den Betrag daher mit meiner Erlaubnis in guten Rotwein anlegen und diesen austrinken 🙂
      (Hier habe ich einen Funkwecker….der stellt sich per Signal automatisch um….sehr hilfreich…und ansonsten ist die ganze Umstellung meiner Meinung nach Unsinn und Beschäftigungstherapie…)
      LG Jürgen

  6. Nichts da…ich habe neben dem 500sl und dem 450sl und dem 300sl und dem 500slc und dem 350slc und dem 280sc nur den einen…soll ich am 7ten Tag etwa zu Fuss die Brötchen holen ?
    Aber eins muss ich feststellen, ich habe neulich in Dortmund so einen alten 600 gesehen , in Champagner Farbe (so eine Art Bronze) und mit Trennscheibe innen zwischen Fahrer und Passagier…des sah echt toll aus zwischen all den höhergelegten AlptraumSUVs….egal, ich fahre weiter mit dem Rad ins Büro 🙂
    LG Jürgen

  7. Die neue Leica SL mit dem Vario-Elmarit-SL 1:2,8-4/24-90 mm erinnert mich sehr an die Einführung des Olympus E-Systems als erstes vollständig digitales Konzept. Wie vor 14 Jahren entwickelten die Ingenieure die Optik, den Sensor und die Kameraelektronik als abgestimmte Einheit vom grünen Tisch aus! Eine Traumausrüstung für Fotoamateure zum Fotografieren von Erinnerungsbildern. Leider verfügen alle Digitalkameras über Eigenschaften von Verbrauchsmaterial (Pixelverluste, Sensorverschmutzung und der technische Fortschritt), sodaß Ersatzinvestitionen nicht ausbleiben werden.

  8. Ja…Amateurkamera trifft den Punkt…die Preise kann sich wirklich nur ein gutverdienender Hobbyfotograf leisten…mit der Kamera Geld zu verdienen halte ich für nahezu unmöglich…zumal man ja von System angesichts des einen Objektives noch nicht sprechen kann…was die Abnutzung angeht : meine Canons verschleissen nicht schneller als früher die analogen Olympus oder Nikon…300.000 Auslösungen sind da kein Problem und den Sensor musste ich noch kein einziges Mal reinigen…allerdings geht heute der technische Fortschritt doch entschieden schneller voran als früher…das führt zu einer entsprechend häufigeren Investitionsbereitschaft will man ständig technisch up to date sein , ergo : der Fotograf verdient noch weniger mit seinen Bildern …
    Gruss, Jürgen

    • Vermutlich gibt es auch Amateurfotografen, die sich stets das neuste Equipment leisten, aus welchen Gründen auch immer? Manche kaufen/mieten sich auch stets die neuste PS CS/CC Version – scheuen sich aber vor dem Zeitaufwand zur Einarbeitung und einer sinnvollen Anwendung. Das mit dem Verschleiß, kann ich bestätigen. Weder meine Nikon FM aus den Siebzigern noch meine Leica R4 aus den Achziger Jahren funktioniert noch. Nur die Nikon F2 und die Leica M4-P einschließlich deren „heavy metal“ Objektiven scheinen unverwüstlich zu sein. Als Fotoamateur bin ich damit auch bestens ausgestattet, denn Effizienz ist für Erinnerungsbilder nicht wichtig. Und für mein iPad scanne ich KB-Negative in Farbe oder SW im Format 3.600 x 2.400 Pixel mit einem einfachen Flachbettscanner (ohne „Brille“) ein, verbessere die Textur via „Hochpass Filter“ (1 Pixel) mit „Lineares Licht“ verblendet und rechne dann, nach der Korrektur der Lichter und Tiefen sowie einer selektiven Farbanpassung die Dateien auf exakt 2048 x 1536 @ 264 ppi bikubisch klein. Im Ergebnis fallen die Fotos nicht schlechter aus im Vergleich zu den 13×18 cm Farbbildern im Album – nur werde ich noch im Album blättern können, wenn mein iPal schon längst recycled ist …

  9. wer will schon andauernd buten Blätter sehen… und das Jammern gehört sowieso zum Geschäft 🙂
    Wünsche dir einen schönen Sonntagabend und einen guten Start morgen in die Woche,
    Marlis

    • Hallo Conny,
      leider wurde mir gerade der Status des …Reichen…aberkannt und ich wurde von einem gewissen Herrn Harz besucht….jetzt bleibt mir noch mein Betriebsdrahtesel sowie 2 Paar alter Wanderschuhe…Spenden sind erwünscht 🙂
      Lieber Gruss, Jürgen

  10. Dietrich Kittner hat mal gesagt: „Es war einmal ein Mann, der hatte es allein durch seiner Hände redliche Arbeit in unserer Leistungsgesellschaft zu großem Reichtum gebracht.

    Und morgen, liebe Kinder, erzähle ich Euch ein anderes Märchen.“

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