Das Buch der Bücher…

Titelnein, ich meine nicht jenes kleine Schwarze aus der Schublade des Bettschränkchens eines Hotels…obwohl meins mindestens genauso erbaulich ist…überhaupt diese Ähnlichkeit : in beiden Fällen steigt der Prophet auf den Berg um seinen Mitmenschen seine Taten und Erkenntnisse zu verkünden..allein…es will niemand hören…wutentbrannt rutscht der Prophet den Berg wieder herab und zerreißt vor den Augen seiner ungläubigen Nichtanhänger sein Werk ,tobt und schreit Verwünschungen hinaus um sich dann unverstanden in die einsamste Höhle zurückzuziehen und ein neues Werk zu beginnen…Wiederholung der Geschichte garantiert…kommt mir sehr bekannt vor , wie im wahren Leben 🙂  _N8B9649_N8B9650aber was wollte ich noch erzählen…ach so…heute ausnahmsweise mal Businesstalk…was also braucht der Fotograf in meinem Bereich als Werbefuzziknipserallesbesserkönnerwisser ?…Ein zweites Ego, seine Mappe..und die muss perfekter sein als er selbst…Superjobs, tolle Doppelseiten,ungesehene Bilder, Spannung pur…Til Schweiger ist ein Langweiler dagegen…und ich arbeite seit 25 Jahren daran…aber irgendwie will sie nicht fertig werden… so ist ein ständiger Kampf im Gange zwischen mir und der Mappe…und ich muss nun mit einer umperfekten nicht Schweiger sondern Herschelmann Mappe losziehen…nein, keine Staubsauger anpreisen…aber schon den Fuss in der Tür…der Werbeagentur…dem potentiellen Kunden..was passiert dann ? …nun ja, kommt drauf an : im Idealfall fällt der Art Direktor auf die Knie, stammelt was von…Wahnsinn…und man hat einen treuen Jünger mehr und Jobs ohne Ende (passiert so gut wie nie)…oder alle trinken Kaffee und essen Salamiebrötchen und quatschen über die Party letztes Wochenende …und nach 15 Minuten kann man wieder gehen (passiert ständig)…aber auch : geht das hier so weiter..dann können sie den Aufzug gleich wieder nach unten nehmen statt meine Zeit zu stehlen (passiert öfter als einem lieb ist) …dann steht man draussen mit seinem Buch im Regen…im wahrsten Sinn des Wortes…und träumt davon Chef einer Pommesbude zu sein statt Prophet moderner deutscher Lichtbildkunst…aber mir bleiben ja noch 25 weitere Jahre zur TilSchweigerüberrraschungsmappe…und wollen wir wetten wer hier gewinnen wird …wie, hoffnungsloser Einsatz…ihr seid aber treue Jünger 🙂_N8B9648_N8B9651.jpg_N8B9654.jpg

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18 Antworten zu “Das Buch der Bücher…

    • na ja, vielen Dank Alberto…aber ich finde die Bilder schon wieder….nun ja, verbesserungswürdig….
      Aber so ist das wohl..kaum hat man stolz etwas fertiggestellt…ist es alt, schon gesehen…und könnte neu fotografiert werden….
      das ewige Hamsterrad….obwohl, ich muss schon zugeben, so ca. 20 Motive sind für mich so toll das sie wohl in der …best of Mappe …landen werden…kurz bevor ich den Löffel abgebe 🙂

      • Alte Leute können meist den Löffel noch gut halten – vielleicht oft das einzige, was sie noch können.

        Clara,
        das war jetzt echt gut…gebe mich geschlagen und übe schon mal 🙂

  1. Das mit der Mappe kenn ich… das seltsame daran ist nur, dass in Sachen Eigenwerbung nie die besten, höchstens die „glattesten“ Arbeiten zu sehen sind. Seit ich Werbung nicht mehr so ernst nehme, obwohl das mein Beruf ist, und mich u.a. der Malerei verschrieben habe, geht es mir diesbezüglich besser. Jedenfalls ist Dein Schafstitelbild das Allerbeste, was ich von Dir hier sehen kann, dagegen sind Werbefotos nichts… Und hör auf, mit dem Alter zu hadern, sonst galube ich noch, ein Greis schreibt hier 😉

    • ok, kurz davor …dauert noch wenige Jahre und hadern …eigentlich nicht…ist halt so und es gilt : forever young….i want to be forever young…one hit wonder einer Band aus einer meiner Jugendstädte 🙂

  2. Lieber Herr Herschelmannn (Sehen Sie bitte das dritte n als Ausrufungsersatz, ich möchte meinen Lobkommentar keinesfalls imperativisch beginnen! Oh…),

    eine feine Mappe haben Sie da, leider nicht großklickbar, das hätte ich hier gernst getan, aber nun, ich mutmaße mal ob urheberrechtlichen Gründen; verstehe jedoch nicht die Tillschweiger’sche Spannungsallegorie. Während dieser mich oft gähnend einpennen läßt, schaue ich hier hellblitzenden Auges auf Ihre Photographien. Gut, ein wenig Sabberfluss aus dem offenen Mundwinkel, nunja, dieses Bilddetail mag ähnlich erscheinen, hat aber definitiv verschiedenen Ursachen. Oh, Pardöngsche, ich wollte den Einband nicht…

    Äh, sehe ich das richtig, Sie sind der Esgibtimmerwaszutunablichter? Baumarktwerbung an sich ist zwar scheißherzchenrealitätsverblendend, aber diese war wenigstens delikat abgebildet. Respekt. Bleibt mir nur noch eine Frage zu stellen: Gibt es jüngernde Groupies? Groupierende Jünger? Oder heißt es Jüngerin? Jaaaahaaa, das waren drei Fragen, ich weiß, aber mir wäre eine korrekte Bezeichnung meines aktuellen Statusses schon enorm wichtig.

    Herzliche Grüße in den Abend, Ihre Statussi Frau Knobloch.

  3. Sehr geehrte Frau Knobloch,
    tja ich gebe zu..im Studium träumte ich auch von halb anausgezogenen …Supermodells…die lernt man dann sogar kennen…und …nun ja, bei der ersten bleibt man hängen und heiratet …gleich mehrere Fehler auf einmal…das kann einem bei der Baumarktwerbung nicht passieren…es gibt einen schönen Scheck, Man wird nicht mit plötzlich mit in der Weltangeblichvoneinemselbst gebauten (Baumarkt 🙂 Kindern konfrontiert…kurzum die Landung in der Berufsrealität…nicht ganz Bruch-aber doch mit Schäden…bleibt die Assistentin …aber wenn die ein Groupie…äh ne…eher eine Stütze…sozusagen der erweiterte Spazieraufstützdiskutierstock…und das mit dem Propheten …nun das lässt auch nach…die Assistentin lacht nur und macht ihr eigendes Ding…mit dem richtigen Hinweis das die Menschheit meistens den falschen Propheten hinterherläuft und also dieser Berufszweig per se unter Verdacht steht…und damit auch der hinterherlaufende jung Jünger wahlweise Jüngerin in keinem schönen Licht…damit wären wir wieder bei meinem Thema , Frau Knobloch, bitte alles in bestem Licht…aber ohne jüngerndegroupieenhaltungen…dafür sind wir schon zu weise 🙂
    Liebe Grüsse aus der Höhle der werdenden Erkenntnis,
    ihr vorsichhinundsichhinterfragender …Baumarktfotograf !

    • Hochwertgeschätzter Herr Herschelmann,
      ich darf ja seit jüngstem eine schnafte Lesebrille mein Eigen nennen, habe mich also kwasi pupillenverjüngt. Und weil das ’ne Schlaumibrille ist, bedurfte es nur noch ein wenig Konzentrationöls auf die manchmal mechanisch funktionierende Denkapparatur und siehe da: Offenbarungen! Offenbarungen prophetischen Ausmaßes. Und sogar anklickbar zu vergrößern. Bitte sehen Sie mir mein diesbezügliches Feinstgenörgel nach. Wie bitte? Achso, der rote Fleck auf meiner Stirne, der kommt vom erkenntnisreichen Handdraufklatschen…

      Also so gesehen kenne ich Sie selbstverständlich schon länger und sehe Ihre Arbeiten im allerbesten Licht. Nicht nur bei Baumärkten. Deshalb beschließe ich eine neue Begrifflichkeit für Ihre Guckgefolgschaft zu erfinden, um ja kein Mißverständnis zuzulassen: Sie haben Jürgener! Ja, da staunen Sie! Wie bitte? Ob der Schlag heftig war? Naja, es hat schon gescheppert im Hirnkasten. Warum fragen Sie?

      Photographienbestaunende Grüße, Ihre Frau Knobloch, 1.Jürgenerin.

      • Sehr verehrte Frau JürgenerKnobloch mit 2 o und 2 n ,
        welch eine geniale Idee…die hätte glatt von mir kommen können…aber ich wollte bescheidengentelmannoldschool ihnen den Vortritt (aua, nicht gegen das Schienbein,das macht mein Sohn schon immer..ist schon ganz krumm)..tja , so eine Brille ist schon hilfreich…ich benutze als superduperhighendfotograf dazu immer mein grösstes Teleobjektiv…damit kann ich heute schon sehen ob morgen die Oma kommt und ich deshalb dringend auf Präsentationsreise nach München muss..und im Sommer macht es sich gut am Strand…sie wissen schon , diese beleibteren Herren in zu kurzen Badehosen mit der Kamera vor dem Bauchnabel und daran…tja wer hat hier wohl das grösste…äh, ich schweife ab…wie , mit dem Objektiv fotografieren ?…nie, benutze nur Weitwinkel, da kann ich ohne mich umzudrehen sehen wer hinter mir steht…im Leben eine sehr wichtige Sicht der Dinge …denn das Gute kommt von dahinten eher selten…sie sehen also…ich bin weitsichkurzumsichtmässig berufsbedingt voll ausgerüstet …bitte schlagen sie sich deshalb nicht wieder vor die Stirn…die dahinterliegende Mechanik könnte ins Stottern kommen und dann wäre meine erste Jürgenerin ein Reperaturfall…ich vermute aufgrund des Alters kein Garantiefall …Aua, nicht das Schienbein…und leider kann ich das mit dem Schlag und der Stirn besser als sie…glauben sie nicht ?… fragen sie nicht meinen Arzt sondern meine Mutter : ich bin im zarten Jungenalter mit dem Fahrrad einen Hügel runtergerast um den Weihnachtsgeschenkten Tacho mal über 40 zu bekommen…leider unterschätzte ich den Bremsweg…das Garagentor hatte hinterher eine leichte Delle und ich…ich weiss nicht mehr so genau…das Krankenhausbett war weich und ich hatte knapp über den Augen einen grossen weissen Turban…und eine besorgt schauende Mutter…mein Sohn meint das hätte Auswirkungen bis heute…worauf ich ihm seinen Sturz über 11 Treppenstufen vorhielt…(und ich darauf 3 rote Ampeln überfuhr auf dem weg in die Notaufnahme)…Ergo : mit vor die Stirn können die Herschelmänner besonders gut…überlassen sie das also uns 🙂
        Sich der das Schienbeinhaltende berufsbedingte Durchblickjürgen

      • Wertester Herr Weitsichtphotograph,

        bitte sorgen Sie sich nicht um mein Manchmalmechanischhirn, das braucht aufgrund altersbedingter Patina ab und zu entknirschende Rüttelung. Und nie würde ich Frechlingen (Keine Unterstellung, sondern Mahnung!) schienbeinig entgegentreten, ich habe doch das Wort als viel effektivere Waffe. Gut, in Ihrem Falle haben mir etliche Pupillenpralines, die ich betrachten durfte (Erdgemüse! Blümchen! Bewegtbildchen!) schier die Spitzzunge verknotet, aber das wird sich schon lösen. Dank Ihres skizzierten Beleibtkurzbadehosenszenarios vielleicht schneller als Ihnen lieb ist. Bis dahin verbleibe ich lispelnd zugeneigt als Ihre Frau Knobloch, hochoffizinöse 1. Jürgenerin.

    • Golf spielen droht bei mir nicht….aber so einen Schläger hätte ich in manchen Fällen gerne mal zur Hand …. aber was solls, die Bilder müssen überzeugen , den Rest schluckt man runter…
      Beste Grüsse zurück, Jürgen

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