TransrapidMillionär…

Transrapid…puh, der Fotograf hat es geschafft seinen Rotwein gestählten Astralkörper joggingmässig durch den Stadtpark zu hetzen…fast Olympiareif…da hätte selbst der Transrapid nicht mithalten….sie erinnern sich, da gab es mal was…genau, anstatt sinnvolle Dinge wie abgasarme Dieselmotoren oder langlebige Akkus entwickeln die Deutschen ja lieber das Grösste, Tollste,Schnellste….wie besagte Magnetschwebebahn…und da jedem klar war das dafür in Deutschland kein Platz und kein Bedarf war (zu schnell, zu inkompatibel ) , die Industrie aber verkaufen wollte…sollte also eine Teststrecke her…natürlich nicht so genannt, die gab es ja im Emsland schon, sondern eine vom Steuerzahler finanzierte …Wir tun so als ob Strecke…möglichst prestigträchtig…ha, da bleibt nur Hamburg-Berlin übrig….2 Großstädte mit fast nichts dazwischen…wer erinnert sich nicht an den legendären fliegenden Hamburger, dem superschnellen Triebwagen der Vorkriegszeit…erst jetzt mit dem ICE hat es die Bahn endlich geschafft an die damaligen Fahrzeiten wieder heranzukommen…wenn nicht wieder irgendein Defekt dazwischenkommt….was das nun mit dem Millionär zu tun hat…ok, wie alle guten Geschichten fängt sie so an : Es war einmal….ein Hamburger Immobilienhai ….der hörte das Gras wachsen….besser noch, seine Kontaktpersonen im Rathaus wussten wo der Transrapid in Hamburg losfahren sollte (am Hauptbahnhof) und welche Trasse angedacht war…flugs kaufte unser Mann möglichst viele Grundstücke der geplanten Trasse zu Spottpreisen und auf Kredit …der Plan war noch nicht öffentlich und die Trasse führte durch im Krieg fast vollkommen zerstörte Stadtteile die jetzt mit 50er Jahren Bürohäusern vollgestellt war…alles günstig zu haben…jetzt hatte Er viel Büroraum,hohe Kreditschulden und die Aussicht die billig erworbenen Grundstücke überteuert an die Stadt zu verkaufen…zwecks  Bahnbau…Dann wäre er der Dagobert Duck der Hansestadt geworden…leider ist das Leben gemein…oder gerecht…je nach Sichtweise…der Transrapid wurde aus dem Auge aus dem Sinn möglichst weit weg verkauft…nun eher verschleudert…und unser Immobilienhai wurde zum Goldfisch…ein Haus nach dem anderen ging in die Konkursmasse und zum Schluss…siehe das Bild oben…blieb ihm als eigene Wohnung nur die vorletzte Büroetage seines letzten abbruchreifen Hochhauses…manchmal konnte man dann im völlig leeren Hochhaus zwei einsam erhellte Fenster sehen…bis ihm auch hier der Strom abgedreht wurde und ein Hotelkonzern die Bruchbude übernahm…Fazit : hoch gepokert und noch höher verloren…ein garantiert sicheres Geschäft erwies sich als Glücksspiel…Glücksspiel ?!…Schnell, ich muss los, Lottoschein ausfüllen…13 Mille oder so….und was ich mit den Millionen mache weiss ich schon …totsichere Geschäfte in Immobilien 🙂

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27 Antworten zu “TransrapidMillionär…

  1. Klasse Bild, erinnert mich an diesen „Nahtsi“-Film auf dem Mond. Wenn mir nur der Titel einfallen würde…. Ha, Iron Sky natürlich.
    Beim Rest dreht es einem den Magen rum, denn dass das öfters geschieht und auch mit anderem Erfolg, kann man sich denken.
    Schönes Weekend.

    • Ich denke auch das diese Geschichte eher die grosse Ausnahme ist…normalerweise kann man mit Immobiliengeschäften gerade in einer Stadt wie Hamburg nichts falsch machen…wenn ich an die Miete denke die ich gerade zahle….
      Beste Grüsse, Jürgen

  2. Das Bild ist klasse! Schön düster. Ebenso wie die Story. Da hätte ich doch fast ein paar Mitleidstränen verdrückt. Armer Kerl, ich hoffe, er hat einen Unterschlupf gefunden ;-).

    LG, Conny

    • Hallo Conny,
      vielen Dank !
      Ich muss aber gestehen das Immobilienmakler nicht gerade zu meinen Lieblingsfreunden gehören…von wegen Mitleid und so…eher ein wenig Schadenfreude das der Plan nicht aufgegangen ist (sonst hätten wir als Steuerzahler über die Stadt ihn reich gemacht )…aber auch ich fand die Geschichte toll…so ein grosses Hochhaus und ein einsamer Bewohner …
      Lieber Gruss, Jürgen

    • May be…because summer in germany this year feels like a long winter…rainy and cold…so no pictures with a yellow sun….
      kind regards, Jürgen

      • Sorry to hear that. I was just in Paris for a few weeks, and the weather was… a bit up and down, but good. Now, I’m back in Mexico in the height of the rainy season! Waaaaaaa! 😉 Tschüss. Brian

    • Thanks a lot Holly,
      this is a true story about a Hamburg millionaire…who speculated in property…lost all…and at last he lives in a small office in his last business building…then they throw him out…
      best regards, Jürgen

      • Thank you for going into this for me, so many people lost everything in the real estate bust here I can imagine this poor man’s plight. Heartbreaking! Best regards to you, Holly

  3. Lieber Jürgen, ich bin beeindruckt von deiner multiplen Begabung 🙂 Du machst wirklich beeindruckende Fotos UND schmückst diese dann mit ebenso genialen Texten 🙂 Tierisch toll find ich das, Simone

    • Liebe Simone,
      vielen Dank für das Lob…ich höre hier ständig ich solle mich mal nicht verzetteln und statt alles irgendwie mal eins richtig können 🙂
      Aber das haben mir auch schon die entnervten Lehrer in der Schule erzählt…und jetzt im hohen Alter ist eh nicht mehr an Wesensumstellung zu denken…viel zu viel Mühe 🙂
      Lieber Gruss,
      Jürgen

  4. I love this one, especially that single light in the gloominess. I know many would consider the brutalist building unsightly, but I like it as it reminds be of Tadao Ando’s works, or Louis Khan’s Salk Institute.

  5. I don’t think I would be able to wait three hours, I find uncertainty is the worst. Thank you for your hard work so we may enjoy this beauty!

    Anyways, before I go on a day trip, I usually load up a coffee thermos and sandwiches and just much through it as the day passes. It really increases morale. You have to have food, I believe.

    • Coffee and food…good idea for the next photoshooting 🙂 but in this case…i passed the building several times, everything seems cool, but i had no camera…the i took my canon , went again, reached the building…shit, light all over…so i wait and wait ….but in the end of the day the result is what counts…
      kind regards, Jürgen

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