Kiwi…

Plastikstrand….so ein Leben als Werbefotograf ist anstrengend…ständig auf der Überholspur und stets nahe am Abgrund…manchmal auch darüberhinaus…um da durchzuhalten wären Vitamine für den Körper förderlich…ok, rote Trauben in Form von italienischem Rotwein nehme ich schon ausreichend zu mir :-) , trotzdem schwant mir das die Hausärztin das irgendwie anders meint…also auf in den Supermarkt meines Vertrauens und Vitamine shoppen…am besten diese kleinen pelzigen Wunderdinger von weit her…frohgemut packe ich 10 Stück in die bereitliegende Plastiktüte…und sofort wieder aus…da war doch was…die Assistentin hat neulich die Ökobilanz des Fotostudios errechnet…nicht wirklich gut…zu hoher Stromverbrauch (lässt sich nicht ändern), zu hoher Kaffeeverbrauch(ist nicht verhandelbar) , zu viele Dinge die weggeworfen werden müssen (ein Ansatzpunkt)…ok, seitdem wir Fahrrad fahren und der Firmenkombi vor der Tür verrostet sind wir in der Hinsicht im grünen Bereich…auch Fastfood wurde durch mitgebrachte selbst geschmierte Brote ersetzt…die Fachbücher in der örtlichen Buchhandlung bestellt und die Jeans wird solange getragen bis der Studioschlüssel durch ein Hosenloch verloren geht und ich den Schlüsseldienst zwecks neuem Türschloss anrufen muss…Konsequenz und unbedingter Durchhaltewillen ist schliesslich das was ich jeden Tag hier predige…da kann ich nun nicht mit einer Plastiktüte voller Kiwi kommen…packe also alle 10 lose in den Korb und verursache promt an der Kasse einen Megastau mit entsprechenden Bemerkungen eiliger Einkäufer hinter mir…während die Kassiererin die unter die Kasse gerollte Kiwi Nr. 9 sucht….vermutlich bekomme ich jetzt Hausverbot wegen kundenunfreundlichem Verhalten …allein, es hätten ja auch Papiertüten ausliegen können…nein, sagt die Assistentin : Papiertüten sind erst nach viermaligem Wiedergebrauch ökologischer als Plastiktüten….das Leben war früher irgendwie viel einfacher und ich muss wohl noch dazu lernen….die Geschichte mit dem Plastik allerdings nehme ich wirklich ernst…und wie immer wird der per se faul bequeme Mensch erst dann bewusst tätig wenn ihm persönlich etwas die Galle runtergelaufen ist…im letzten Hiddenseeurlaub wollte ich mal einige schöne Still Leben von Strandfunden erstellen…Steine, Wasserspuren, Federn, Muscheln und solche Dinge ,harmonisch in Sand eingebettet…aber da gab es noch was anderes…auch irgendwie harmonisch getarnt…aber an dieser Stelle völlig überflüssig und gefährlich für Umwelt und Tiere …es gibt jetzt eine ganze Serie solcher StillLeben…alle sehr harmonisch…nur der Fotograf hinter der Kamera fühlt sich nicht in Harmonie mit der Natur sondern eher verzweifelt und wütend….wenn ihre also demnächst einkaufen geht und mich vor euch in der Schlange stehen seht wechselt lieber die Kasse…bei mir dauert es etwas länger…ich kann nicht mehr anders…. :-)

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66 Antworten zu “Kiwi…

  1. Zeigst die Tüte in all ihrer Hässlichkeit. Sehr gut. Und für den privaten Gebrauch schicke ich dir meine alte „Jute statt Plasik“-Tasche. Ich weiß gar nicht, warum es davon noch keine Neuauflage gibt… ;-)

    • Danke Rolf…und die alte Jutetasche war ja mal ein zeitgeistiger Modeartikel :-) Als ein gewisser Herr Minister in Turnschuhen zur Vereidigung kam…ich packe meine Einkäufe immer in meinen Rucksack, der hat lebenslange Garantie und ist unverwüstlich…nie mehr ein Taschenproblem …LG Jürgen

  2. lol… das erinnert mich dass ich den Plastikdeckel von einer (irgendsoeiner) Flasche noch von hinter dem Schrank heraus fischen muss… haha. Es war nachts und ich wollte einfach nicht mehr aktiv werden. Lesen ist also doch nützlich, gut für die Erinnerung. Aber ich verschiebe auch das jetzt noch. Einkaufen ist so furchtbar, und Kiwis kaufe ich zwar, aber sie werden eher selten gegessen und das geht ja auch nicht, wenn dann Kiwi mit Banane und Sahne, aber die Bananen (auch so ein ökologisches Thema, gell) verkommen so schnell dass ich dann immer wieder neu einkaufen müsste was ich nicht leiden kann, daher… leider nein. Ich versuche zu vermeiden wo es geht, fast alles halt, aber nützt ja nichts. Irgendwann kaufe ich doch wieder eine Kiwi, oder zwei. Oder drei… Und nebenbei Bananen. Ist halt irgendwie wie bei Turot und seinem Murmeltier… :-)

    • :-) Bei mir gibt es immer Kiwi zur Banane ….je eine am Tag und das muss reichen für die Einbildung heute wieder gesund gelebt zu haben….

  3. Wir müssen alle lernen, konsequent zu sein, was unseren Plastikkonsum angeht. Wenn man sich mal angewöhnt hat, immer Einkaufstaschen dabeizuhaben, ist es auch leicht, darin einige Plastiktüten mitzubringen, die man hundertemale verwenden kann. Wir spülen und trocknen unsere Plastiktüten, bis sie nicht mehr verwertbar sind. Auf lange Sicht hin wäre es aber gut, gar keine Plastikprodukte mehr herzustellen.

    • Ich hatte früher meine Plastiktaschen auch so oft wiederbenutzt bis irgendwann der Henkel abriss oder ein Loch drinnen war…seit 10 Jahren gehe ich mit einem Rucksack los, sehr praktisch, mal ist die Kamera drinnen, mal der Einkauf und Fahrrad fahren kann man damit auch…ein echtes Wunderding :-) Lieber Gruss, Jürgen

  4. Das Foto ist wirklich grandios trotz der Thematik. Ist Dir schon mal aufgefallen, dass Bioprodukte an Gemüse fast immer in Plastik eingepackt ist? Die Post nimmt keine mir Bindfaden verschnürte Päckchen an, man muss sie mit Plastikbändern verkleben.Die Modenketten sind inzwischen vorbildlich, nicht aber die Lebensmittelindustrie..
    Auf den Bio-, vegan- und vegetarierzug bin ich nie aufgesprungen, aber bei Plastik sofort dabei.
    Dir ein warm eingemummelt es Wochenende wünscht Karin

    • Hier in Hamburg hagelt es gerade und ich komme von draussen..das tat richtig weh …mit diesem weissen Zeug bombardiert zu werden :-) Warm anziehen ist also ratsam…und der örtliche REWE wirbt gerade damit das es die Salatgurke ab sofort ohne Plastikverpackung gibt…der EDEKA hat komplett auf Papiertüte umgestellt…langsam bewegt sich was…wenn jetzt noch diese überall rumfliegenden Coffee to go Becher verschwinden könnten…Biomässig bin ich auch eher so ein Gelegenheitsanhänger :-) aber dieses Plastikzeug überall und die Dreifachverpackungen regen mich schon auf, vor allem die Rücksichtslosigkeit der Leute die einfach alles liegen lassen…sollen doch die anderen aufräumen… ich mache mir die Hände nicht schmutzig…By the way…aufräumen..dieses Wochenende ist Frühjahrsputz im Fotostudio ….Ich wünsche dir ein entspanntes nicht zu kaltes Wochenende, lieber Gruss, Jürgen

  5. Ist schon bitter, dass man von solchem Sch…Plastik so ein irre schönes Foto machen kann 😉.
    Alte Klamotten so lange wie möglich verwenden ist die beste Methode gegen die Vetmüllung der Erde. Wenn ich ein altes Plastikdings jetzt wegwerfe, weil ich kein Plastik mehr verwenden will hilft das der Umwelt auch eher nicht. Bloß von allem Neuen aus Plastik die Finger lassen, ist meine Devise.
    Auf deinen Studioaufräumbericht bin ich schon seeehr gespannt, lieber Jürgen 😀.

    • Hallo Ule,
      eigentlich wie immer : der bewusste Umgang mit den Dingen ist meistens gute Schadensbegrenzung…leider denken heute viele Zeitgenossen nicht für einen Cent über ihren eigenen Horizont hinaus…ob ich einen Aufräumbericht schreiben soll…hm…eigentlich bin ich ein so ordentlicher Mensch das höchstens Staubwischen angesagt ist….und ein Nebelfoto gab es ja gerade hier :-) Wünsche dir ein entspanntes Wochenende, lieber Gruss, Jürgen

  6. Ich war gerade vor kurzem wieder im geliebten Hiddenseeurlaub… habe das so dort diesmal nicht gesehen, stimme Dir unbedingt zu in der Sorge, dass man das Foto vermutlich leider an allen Stränden der Welt so und schlimmer schießen könnte.

    • Ja , leider….das Motiv habe ich an an der Steilküste am Dornbusch gefunden, da wo der Weg hinter Grieben an der Ostsee endet links die Küste hoch…und ich habe dort noch etliche weitere Motive derart fotografiert…war selbst hinterher etwas erschrocken was da so alles herumliegt…schaut man mal genauer hin….Lieber Gruss, Jürgen

  7. Wieder eine geniale Aufnahme!!:-) und immens wichtiges Thema!!..leider von vielen immer noch nicht erkannt!! Liebe Grüße Corinna

    • Danke Corinna,
      über das Thema stolpert man ja sozusagen bei jedem Strandurlaub…Da wollte ich hier doch wenigstens einmal einen konstruktiven Blogbericht schreiben :-) Lieber Gruss, Jürgen

  8. Du erhöhst die Kiwinachfrage? Kerosinverschwendungssteigerer du!
    Äpfel tuns auch.
    Muss man bloß die Glyphosatfreien finden.
    Ganz einfach. Ein Familienmitglied kostet, geht zwei Monate hinterher zum Krebscheck und wenn da nichts gefunden wurde, geht die Familie wieder in den Supermark und kauft die Kiste, die an derselben Stelle steht.

    • Ich sagte ja das die Ökobilanz des Fotostudios verbesserungswürdig ist…immerhin nehme ich nur die Kiwi aus Italien….das senkt die Transportschäden etwas :-) Und um an die Wirkung einer Kiwi zu kommen müsste ich schon Apfelschnaps trinken…was wiederum der Leber/Arbeit nicht zugänglich wäre…im übrigen kaufe ich keine Äpfel sondern klaue sie…und das nach 30km Radtour (dort gibt es ausserhalb von Hamburg eine verlassene alte Apfelbaumwiese mit mittlerweile wild wachsenden Äpfeln) Und dann wieder mit vollem Rucksack dreissig KM zurück…danach brauche ich 2 Kiwi auf ex um wieder zu Kräften zu kommen :-) Wünsche dir ein schönes Wochenende, LG Jürgen

  9. Ja, die Natur verschlingt leider alles, egal, ob es ihr gut tut oder nicht … der Mensch allein ist und bleibt verantwortlich. Ich glaube, früher oder später wird es nicht ohne noch mehr Verbote gehen, damit wir das mit der Umwelt wieder halbwegs in den Griff bekommen. Bloß noch vieles mehr mit Steuern zu belegen würde sich in anderen Bereichen des Lebens negativ auswirken – mal davon abgesehen, dass Parteien Wählerstimmen einbüßen würden – wenn alles durch Steuern noch teurerer wird, sinkt auch die Kaufkraft und das ist schlecht für die Wirtschaft, die wiederum mit Entlassungen darauf reagieren würde. Und dann kann vom Wachstum auch keine Rede mehr sein und der Wohlstand würde darunter leiden.

    Es ist ein Teufelskreis und wenn es so einfach wäre ihn durchzubrechen, ohne dabei negative Konsequenzen zu produzieren, dann hätte man vermutlich schon längst durchgegriffen. Aber es sind einfach zu viele Interessen, die gegenüber stehen, und jedes will sich durchsetzen, was aber zur Folge hat, dass nichts passiert, nichts weitergeht. Jeder will, dass es für die Umwelt besser wird und trotzdem sind wir in einem Stillstand gefangen …

    LG Sella

    • Hallo Sella,
      ja, die ewigen Gewissenskonflikte…Arbeit, Geld oder Natur….wenn der Mensch nicht aufpasst regelt sich das von allein..die Natur kann auch ohne Mensch…umgekehrt geht es nicht…ich denke wenn jeder bei sich anfängt, mit kleinen Schritten…kommen wir auch schon dem Ziel näher…wie du siehst arbeite ich an mir…mehr oder weniger mühsam :-) Wünsche dir ein entspanntens nicht zu kalten Sonntag, lieber Gruss, Jürgen

      • Ja, ich glaube, mittlerweile gibt es viele Menschen, die im privaten Bereich einiges tun, weil sie bereit sind darüber nachzudenken, wohin das alles führen mag und wird, so wie auch du schreibst, nämlich, die Natur braucht den Menschen nicht!! Das ist so. Wir aber können nicht ohne und gerade deshalb ist es auch so unverantwortlich, wie mit der Natur bisher umgegangen worden ist und noch immer wird. Sicher, jeder Einzelne kann etwas tun, alte Gewohnheiten ändern, einiges anders machen, aber insbesondere sollten große Konzerne stärker in die Pflicht genommen zu werden. Die Pharmaindustrie und noch viele andere, die übrigens oft auf Kosten der Umwelt agieren, speziell in den Entwicklungsländern, Leider wird durch die Profitgier zu viel zerstört, Raubbau ohne Ende betrieben, Menschen geschadet, und und und… Ach, aber ich will mich gar nicht mehr aufregen, das hilft sowieso nicht. Aber diese Ohnmacht, diese Machtlosigkeit gegenüber Politiker, Lobbyisten und Konsorten schmerzt. Ich befürchte fast, dass es sich auch nicht viel ändern wird – wir werden es noch erleben, oder auch nicht. Und auch deshalb macht man sich seine Gedanken und hofft, dass irgendwann doch die Vernunft die Oberhand gewinnt.

        Auch dir ein schönes Wochenende mit hoffentlich wenigstens ein bisschen Sonne!
        LG Sella

  10. Bei mir musses am Alter liegen. Überall – im Haus, Im Auto, in den Satteltaschen am Rad – überall Einkaufstaschen aus Stoff. Und die werden auch verwendet.
    Im hiesigen Supermarkt liegen Papiertüten in verschiedenen Grössen bei Obst und Gemüse aus. Als ich letztens eine braune Papiertüte (nach us-amerikanischem Muster) für zwei Flaschen Nordhäuser benutzte, wirde ich daraufhingewiesen, dass diese Tüten nur für Obst oder Gemüse zur Verfügung gestellt würden.

    Aber nicht bloss die Reduktion des Plastikverbrauchs ist erstrebenswert, sondern die generelle Reduktion des persönlichen Konsums. Lebensfreude und Freiheit stellen sich fast zeitgleich ein. Ein wunderbares Erlebnis.

    Schönen Dank auch für die wundervolle Fotografie. Eine schöne Geschichte steckt da drin.

    Wochenendgrüsse aus kalten Bembelland,
    Herr Ärmel

    • Sehr geehrter Herr Ärmel.
      da haben Sie grundsätzlich recht…die eigentliche Lösung liegt in der persönlichen Reduktion auf das was wirklich überhaupt nötig ist…um das herauszufinden ist es allerdings nötig diverse Kaufexesse überstanden zu haben…und einige sehr grundsätzliche Frühjahresputzaktionenen… meine Bücher sortiere ich nicht aus, hatte aber mal 19 Objektive…jetzt reichen mir 4 für alle Ideen die ich so habe ( ein 11-24mm , ein 1.4 35mm, ein 2.0 50m Makro und ein 2.8 100mm Makro …ok, ich träume noch noch einem 1.4 25mm …beim Auto denke ich über den Verkauf nach…fahre eh lieber Mountainbike … und nehme mir ein Beispiel an meiner Mutter die sich selbst von 750quadratmeter Wohnfläche auf 50qua. beschränkt hat…und sich viel besser fühlt…Danke für das Lob, will hier nicht besserwisserisch auftreten, war mir aber ein Bedürfnis nach dem Inselurlaub…wünsche Ihnen auch einen nicht zu kalten Sonntag…Grüsse von Jürgen aus dem Graupelschauerniederschlagsgebiet Hamburg !

      • Lieber Herr Jürgen61, das mit den „19 Objektiven“ habe ich habe ich kürzlich hinter mich gebracht.
        Sie haben Recht, es fällt wahrscheinlich leichter zu reduzieren, wenn man „vielem schon mal sehr viel gehabt hat“.
        Andererseits gibt es noch immer zu viele Menschen, die offensichtlich ihre Hälse nicht voll kriegen.
        Mit den Fahrrädern bin ich ganz bei Ihnen. Und auch meine Mutter denkt bezüglich viel zu vieler m² über eine Raumreduktion nach.
        Der Sonntag an der Lahn in Diez und Limburg wurde von den verfrühten Eisheiligen begleitet. Ich sende ich Grüsse und Wünsche für eine erfreuliche Woche.
        Herr Ärmel

        • Sehr geehrter Herr Ärmel,
          ja, wer viel hat kann davon leichter loslassen…zu den 19 Objektiven sei aber zu meiner Entschuldigung(Ausrede) gesagt das damals die Zoomobjektive noch nicht die heutige Qualität hatten….jetzt reichen manchmal 2-3 dieser sehr guten Objektive, dafür muss ich aufpassen das hier die Zahl der Computer nicht überhand nimmt…immerhin war der MAC Pro so klein das ich ihn ohne Verpackungsmüll im Rucksack ins Studio transportieren konnte :-) Das Eigenheim der Eltern ostverkauft und alle wohnen wieder in Mietwohnungen…betreutes Wohnen in diesem Fall…das Leben scheint wirklich ein Kreislauf zu sein…Hier oben herrscht auch Handschuh/Rollkragenwetter..Ende der Woche scheint Besserung in Sicht …Ich wünsche Ihnen ebenfalls alles Beste zu einer gelungenen Woche, Grüsse aus der Hansestadt von Jürgen

          • Für neunzehn Objektive muss man sich nicht entschuldigen. Es sei denn, man hat sie nur in der Vitrine rumliegen. ;-)
            Genau, bei der heutigen optischen Qualität braucht man nur wenige Objektive.
            Eine starke Reduktionsenergie kommt bei mir davon, dass ich drei Immobilien meiner Altvorderen entsorgen musste. Und vor Jahrzehnten war das noch einfach. Da konnte man sogar Autoaltreifen oder Altöl noch vors Haus stellen zum Sperrmüll. Wunderbar dreckige Zeiten waren das.
            Deshalb mühe ich mich jetzt, um derlei meinen Kindern dereinst zu ersparen.
            Es wird wärmer, ich sende deshalb einen wärmenden bembelländischen Sonnenstrahl ans Elbufer,
            Herr Ärmel

            • Die wurden alle in der Fototasche durch die frische Luft getragen :-) Was angesichts der kleinen leichten Olympus Objektive damals kein Problem war…jetzt hingegen mit der Canon 5MK3 und dem 11-24mm…das wiegt allein soviel wie 8 der damaligen Objektive…man sieht : Einerseits wurde der Objektivpark wunderbar reduziert…andererseits das effektiv durch die Gegend geschleppte Gewicht dramatisch erhöht…Einstein hatte schon recht : Alles ist relativ :-) Und zu Ihrer Müllproblematik, früher war alles einfacher, bei uns auf dem Dorf schmissen sie alles den Abhang hinunter …und als dann wilde Müllkipper verboten wurden kam eine Ladung Muttererde drüber und darauf viele Rosenbeete…heute nennt sich die Kippe …Rosengarten Seppenrade/Lüdinghausen und man feiert dort rauschende Feste…derweil im Untergrund…das sollte jetzt aber keine Gestaltungsanleitung für heutige Müllentsorgung sein :-) Sonnige Grüsse schicke ich gerne zurück, Handschuhe können wieder in den Schrank zurück !

    • Vielen Dank Maren !
      Eigentlich wollte ich was anderes fotografieren, bin buchstäblich drüber gestolpert…und da ich als Werbefotograf dazu neige alles in …schön…zu fotografieren ist auch dieses Bild ästhetisch geworden..ich denke gerade dadurch wird erst auf den zweiten Blick klar wie …unnatürlich…dieses Fundstück war …und zugleich wie alltäglich es leider geworden ist. Immerhin war mein Sohn dabei und wir hatten auf dem Rückweg eine lange Diskussion zu dem Thema….waren in gewisser Weise darauf schon vorbereitet weil wir bei einem Besuch im Ozeaneum in Stralsund von gut einem Jahr schon die dort aufgebaute riesige Pastikmüllskulptur…bewundert …hatten ! Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag, lieber Gruss, Jürgen

  11. …zumindest auf hiddensee kauf ich schon lange keine kiwis mehr…
    ääh. ja. also. wie gesagt.
    sehr schönes bild, jürgen!
    ach ja ps: sanddorn. ein schluck sanddornsirup hat soviel vitamine wie drei packungen kiwi. vielleicht täglich sanddornsaft trinken wie meine oma grete, die 95 wurde. da hast du dann noch deine besten noch fotografenjahre noch eindeutig vor dir.
    vielleicht gibts ja bei dir in hamburg umme ecke irgendwo so nen regionalproduktebioveganschuppen mit ner sanddornsaft-refill-station.
    und alle probleme des lebens wären gelöst…
    (eigentlich eine typische start-up-idee in berlin…; MySeabuckthorn.de mit Refillstation-Map und RezepteApp

    • Das ist auch sehr korrekt Daniel, Kiwis auf Hiddensee zu kaufen ist wegen der Fährschiffüberfahrt ökologisch völlig unkorrekt…du könntest allerdings ein Ruderboot nehmen und dann sehe das schon anders aus…solltest du vor lauter (Pferde)Äpfeln dann tatsächlich auch eine Kiwi finden bitte golden einrahmen..die hat dort Seltenheitswert und wenn überhaupt lebt sie überteuert beim EDEKA…Sanddornsaft trinke ich intensiv und habe bereits eine Karriere vom Saft- über den Saftlikör- bis hin zum höchsten Gipfel beschritten : Dem Sanddornschnaps….davon täglich mehrere Gläschen und die Bilder bekommen einen ganz eigenen Schwung…das Leben übrigens auch :-) Und da halte ich es wie Käptain Haddock aus dem Tim+Struppi Comic : Klar bin ich Antialkoholiker aber wenn der Gesundheit dient….95 will ich auch werden…hicks, schnell noch ein Gläschen von dem Wunderzeug…beschwingte Grüsse nach Berlin von Jürgen

      • ich seh schon, wer 95 werden will und schwungvolle bilder machen will, muss pferdeäpfelschipper und sanddornschnapstrinker auf hiddensee werden. daran führt kein weg vorbei!

        • :-) Du bist herzlich dazu eingeladen, die Insel hat Pferdeäpfel für 2 und Sanddornschnaps nahezu unbegrenzt, ich fange im Osten , du im Westen und mittags treffen wir uns in der Mitte auf ein gesundes Getränk…

            • Äh, schiet, bin untreu geworden und muss leider absagen : Ab kommenden Montag hat Hamburg eine Woche Ferien und im Rahmen der Nordseeinselerkundigungen haben mein Sohn und ich uns diesmal Spiekeroog vorgenommen (irgendwann wollen wir wenigstens einmal auf jeder Insel gewesen sein…) Hiddensee ist erst wieder im Herbst dran…passend zur Sanddornernte :-)

              • ah, ich verstehe…spiekeroog…ich als baltrumer junge (2000/2001: halbes jahr praktikum im nationalparkhaus baltrum) kann das suchpotenzial der ostfriesischen inseln gut nachvollziehen und müsste auch mal wieder dorthin. ein glück dass es auch auf spiekeroog und baltrum jede menge sanddornveredelungen gibt…
                viel spaß auf spiekeroog!

                • Danke Daniel !
                  Werde fotografisch berichten, letztes Jahr waren wir nebenan (Langeoog) , davor Amrum, Juist und Pellworm sowie etliche Hallige …Baltrum wird von uns auch noch heimgesucht :-)

  12. It’s a beautiful photo, but you are not making a very good case for the next generation of studio photographers. ;-) I hope you enjoyed all ten kiwis….

  13. War eben noch an den Gestaden der Havel hier in Berlin, eigentlich einer meiner Lieblingsorte. Dank sehr niedrigem Wasserstand und Trockenheit sieht man jetzt allerdings noch mehr Plastikteile am jetzt freiliegenden Uferbereich herumliegen, und das wo wir immer fleißig den Müll trennen. Gut, dass ich keinen Fisch esse …

    • Mülltrennung ist bekanntlich das Eine, Müllvermeidung das Andere…und leider werden sich nie alle daran halten ihren mitgebrachten Müll auch wieder mitzunehmen, wenigstens bis zum nächsten Mülleimer…sollen doch andere saubermachen….

    • Thank you so much Hedy,
      thats the start of a new , free work, series ….plastik and nature at the beach…Human Nature…meanwhile nearby 10 pictures…may be some will be shown here…All the best for you, Jürgen

  14. You are an incredible photographer, with a fantastic eye for composition. So glad I stumbled upon your work.

  15. I won’t try to translate this time, I will just assume it’s a very interesting kind of stream-of-consciousness narrative…. :-) I love the image! Really, really beautiful.

  16. No, I had to translate it….yes, it’s crazy this world we live in, so hard to avoid all the plastic, and yes it’s very beautiful even as it is destructive. I’ve always noticed that….on beaches, in trees sometimes, a strange beauty.

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