Sonntagnacht…

…. laut dröhnt die Musik in der Bahnhofsdisco…passenderweise Live Station genannt…und Ruhrgebietstypisch ist harte Grungemusik angesagt… vorzugsweise von solchen Bands wie die mit dem hoffnungsvollen Namen Suicide Kommando…egal, nach uns die Sintflut und vor uns das harte Studentenleben…da muss man sich mal ein paar Stunden Auszeit gönnen…den Mädchen schöne Augen machen, beim Headbanging Kopfschmerzen bekommen und mit Schrecken an den Abgabetermin der wichtigen Prüfungsarbeit denken…äh…. gleich wieder verdrängen….lieber noch ein letztes Bier….und dann mit Sonnenaufgang in der Strassenbahn zurück in die Bude…um einen herum genauso übermüdete Stahlarbeiter…nur das die zur Frühschicht müssen derweil wir noch auspennen können…das Leben könnte so weitergehen wenn man nicht die baldige Kündigung des monatlichen elterlichen Schecks vor Augen hätte…Montagmittag langsam aufwachen und versuchen sich an den Namen der Frau zu erinnern die da merkwürdigerweise neben einem liegt…Walkman aufsetzten und die Musik hochdrehen, das erspart lästige Gespräche….schnell die letzte Scheibe Brot mit Doppellage Nutella verschlingen und ab zur Hochschule…mit irgendwas muss man ja die Zeit bis zum nächsten Discotermin am Mittwoch füllen…Tja Leute, nicht nur den Walkman gibt es nicht mehr, auch die Doppelschnitte Nutella ist nicht mehr erlaubt…Körnermüsli ist angesagt und man wacht jeden Morgen neben derselben Frau auf und hört die Kinder schon quengeln…irgendwas ist da im Leben passiert….aber mal wieder so richtig Partytime…hätte was.. so mit schunkelndem Rollator beim Rentnertee :-)

Veröffentlicht von juergen61

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45 Kommentare zu „Sonntagnacht…

  1. Das kenne ich auch noch, livestation in Dortmund – da habe ich während der Ausbildung einmal im Monat für den Coolibri gejobbt. :-) Lang lang ist her….

    1. Hey Bea, dann kennen wir uns unbekannterweise vielleicht :-) Die livestation war damals meine zweite Heimat…stimmt, sehr lange eigentlich schon … Lieber Gruss, Jürgen

    1. Ich wohnte in Dortmund Marten, das liegt fast genau zwischen Bochum und Dortmund. So konnte ich mir immer überlegen in welcher der beiden Städte ich mir die Nacht um die Ohren schlagen wollte :-) Liebe Grüsse an die Fab Four von Jürgen

      1. Lieber Jürgen,
        ja, das war super im Ruhrgebiet. Allerdings lebte ich nur kurze Zeit in Deutschland.
        Ich bin seitdem nie wieder in Bochum, Dortmund oder Essen gewesen.
        Liebe Grüße zurück vom kleinen Dorf am großen Meer
        The Fab Four of Cley
        :-) :-) :-) :-)

        1. Dort hat sich alles verändert, kaum noch das typische Ruhrgebiet weil fast alle alten Industrien ausgestorben sind. Liebe Grüsse aus der grossen Stadt am grossen Fluss ans kleine Dorf am grossen Meer :-)

        1. :-)))) Die kann ich nicht mehr bekommen seit ich mit meinem Mountainbike bei Tempo 40 gegen einen Laternpfahl geknallt bin der mir partout nicht aus dem Weg gehen wollte…

          1. Auweh, Ich hatte mal mehr Glück. Bei der Fahrradtour mit meinen Kumpels bin ich mit meinem voll bepackten Reiserad mit ordentlichem Tempo auf dem Fahrradweg schwäzend gegen einen Penökel gefahren, der Autos vom Einfahren abhalten sollte. Das war eine Vollbremsung von ca 35 kmH auf 0 in einer 100stel Sekunde. Mein riesen Glück war mein Lowrider am Vorderrad. der hat kurz vor meiner Kniescheibe alles abgefangen und war danach auch nur leicht verbogen.Der Lenker quer vor meinem Bauch war aber auch eher fehl am Platz…

            1. Puh, wirklich Glück gehabt ! Ich bekam statt dessen eine Fahrt mit Blaulicht im Notarztwagen spendiert, das teure Rad im Mittelgang. Und dann gab es da in der Notaufnahme die junge schöne Ärztin die lachend meinte : Das kriege ich schon gut geflickt…ich wollte nie wieder aus dem Krankenhaus raus :-)

  2. Kopfschmerzen? Durch Headbanging? Theoretiker! Das Genick ist fertig am nächsten Morgen. Nicht der Kopf!
    Hast da allerhand angetippt. Dortmund oder Ruhrpott braucht man dafür nicht: Leipzig geht auch. Und Pankow oder Keks on stage statt Grunge.

    Entweder pogen und bangen mit punkigem Kurzhaar und Hundehalsband um – oder ins Gestühl fläzen, durchschnittsgewandet, 08/15 Popo-Scheitel und Ohrläppchen frei, beim Bier herummaulend, dass da kein „Bluuuues“ zu erwarten is‘!

    Keks-Konzert’83: Ein Punkie stämmt sich an der Bühne hoch und brüllt den Sänger an: „My way!“
    Basti(der heutige Buzz Dee von Knorkator) über Mikro: „Kommt ja noch, du Arsch!“

    Kam dann auch, als krönender Abschluss.

    Und wenn man dann am andern Morgen sich aus dem Bett erheben will und unvorsichtig fix den Kopf anhebt, dann gibt es einen Stromschlag bis in den großen Zeh. So knapp vorbei Querschnittslähmung!

    Ganz langsam auf die Seite winden, den Arm auf dem man liegt, anwinkeln und sich hydraulisch erheben. Den Kopf lieber nicht bewegen. Drehen geht sowieso nicht. Duschen fällt aus. Die erste Vorlesung auch. Nach dem Kaffee ist klar, für den Rest lohnt sichs auch nicht mehr, loszufahren…

    Woher ich’s bloß weiß?!

    1. :-) Da spricht der erfahrende Praktiker ! Und stimmt der Ort ist wirklich egal…könnte auch eine Dorfdisco sein ( so es eine gibt die einen guten Dj hat ) War eine coole Zeit ..Die Welt drehte sich und stand bisweilen Kopf…heute sorgt schon das Finanzamt dafür das du mit beiden Füssen auf dem Boden bleibst….

  3. Hoi, Jürgen, das klingt ja heftig, und ich stelle mal wieder fest, wie brav ich damals war. Man soll sich halt nicht so früh in feste Hände begeben. Die Katastrophen kommen dann später, aber Versäumtes nachzuholen klappt dann auch nicht mehr. Allerhand Kopf- und Nackenschmerzen sind mir wohl erspart geblieben, wie mir die Fortbildungskommentare hier vermittelt haben.
    Lustig war’s, deinen Text zu lesen, und das Foto passt wie Faust aufs Auge … wie hast du denn die Leute zum Posen bewegt?

    1. Hallo Ule,
      gar nicht , ich lauerte an der Sternbrücke in Hamburg und wartete auf gute Fotogelegenheiten und dann sah ich die Gruppe aus dem Bus steigen. Sie liefen dann an mir vorbei und sahen mich erst im letzten Moment da ich in einem Hauseingang stand…dann drehte die eine sich wieder um beugte sich zu mir und streckte die Zunge raus…genial ! Das Foto besteht also aus 2 Bildern, einmal die Gruppe und dann das zweite Motiv nur sie…war nicht ganz einfach zusammen zu bauen ! Liebe Grüsse von Jürgen

        1. :-) Das war selbst für mich nicht einfach, ich hatte mir ihrer Aktion nicht gerechnet und die Kamera bereits abgesetzt als sie zurückkam und mir die Zunge rausstreckte …nun musste ich dieses vom Winkel und der Höhe ganz andere Motiv in das Gruppenfoto einbauen…aber ich denke es hat sich gelohnt …

  4. Klasse geschrieben, Jürgen. Und die Photographie ist wieder erste Sahne wie sie den Text illustriert.
    (Ich würde auch gerne mal wieder einige schöne Fotos machen – vielleicht wirds in der kommenden auf Hiddensee was :-) )

    Nochmals wie damals? Parties, Konzerte und WGs? Nee, lieber nicht. Ich habe mich ausgelebt und der Kiel treibt in ruhigerem und viel glückschimmerndem Fahrwasser.

    Viele Grüße von weiter südlich, Robert

    1. Danke Robert ! Und es stimmt schon , es gibt kein zurück und die Zeit war auch gut ausgelebt. Aber wenn ich dann so mit der Kamera an der Strasse stehe und sehe die partywütige Jugend an mir vorbeiziehen Richtung der angesagten Musikmeile…dann kommen die alten Zeiten für einen Moment wieder hoch … Herzliche Grüsse aus dem hohen Norden von Jürgen

  5. Dorfdisco. im Urlaub mit Anstandswauwau und das war ein wirklich kleines Dorf. Und langweilig war’s… trotzdem, man war stolz das durchgestanden zu haben, für den Anfang. Einführung in die Gesellschaft für Arme. haha. Hat zwar nix genutzt, wie man heute sieht, aber ein Versuch war’s wohl wert?… kann ja nicht für jeden was geben. Aber war ’ne Erfahrung. Nur, wer denkt dass nach dem heutigen irgendwas wie früher wird, der irrt… Zweiklassengesellschaft, kann man doch nicht mehr mit damals vergleichen. Damals gab es eine offene Gesellschaft, da durfte jeder sein Glück versuchen, jedoch, versuch das mal heute… wenn ich mir da das Geflirte vorstelle, wird mir schlecht… nö, da bleib ich lieber wo ich bin und wie ich bin… sind ja eh fast alle vergeben, in meinem Alter, da bleibt mir nur noch: Anhängsel, fünftes Rad am Wagen oder Stehlende, oder Zwischenbilanz, nö, also lieber nicht mehr. Schicksal… für manche klappt das halt nicht so mit dem Reißverschlußverfahren, die müssen draussen bleiben. Bzw, vielleicht ist’s ja andersrum. Viele sind hinter Gittern und andere schauen neidisch d-rein…. lol. Egal, Wär mein Leben nich soo langweilig, ich wär immer noch unterwegs, aber wer wollte dann noch durchmachen. Und ohne das ist es ja nur halb so cool. Also doch nix. und ständig beleidigt werden weil man ach so alt und müde ist bringt’s auch nich, also warum beklagt sich hier irgendwer? Wäre doch Jacke wie Hose, frommer Wunsch und so…
    und Fahrradunfall kann ich auch mit dienen, wir waren zwei Frauen, die Straßen leer, es zog uns zueinander wie magnetisch, lol, wir waren grün und blau und die Räder Teilschrott, wir sind trotzdem weitergefahren… man würde meinen, in der Fahrradstadt ist es so voll da muss das passieren, aber es war wirklich weitläufig und vollkommen leer, ausser uns beiden nur ein Autofahrer der sich schnell vom Acker machte, der dachte wohl, diese Verrückten, ich düs lieber ab… haha. Man sammelt halt im Leben so Momentums, die keinen weiterbringen. Vielleicht nur damit man später online damit angeben kann? wer weiß…

  6. Alles leider an mir vorbei gegangen: rechne jetzt wie der Münchner im Himmel auf meine Wolke nicht mit „luja sag i“ bei mir soll es: Rock around the clock tönen und alle kleinen Schäfchenwolken rocken mit. Aber vorerst bin ich noch nicht oben, warte gern noch geduldig etliche Jährchen🤗

  7. Tja, lang ist`s her. Zwar nicht in Dortmund, aber an diversen anderen Orten…. Was bleibt ist immer die Erinnerung und die Antwort auf die Frage „Heißt es: das oder die Nutella..?“
    Liebe Grüße,
    Werner

    1. :-) Das Der habe ich mit meinem Sohn auch schon etliche male durchdiskutiert…selbst seine Deutschlehrerin wusste keine klare Antwort und wir haben beschlossen den Satz abzukürzen : Gib mich pronto Nutella :-) Lieber Gruss, Jürgen

        1. Ja , das harte Studentenleben…vor allem Freitag die Nachtschicht, ach ja, die Mittwochnacht und die Sonntagnacht nicht zu vergessen….eigentlich frei hatte ich nur Montag und Dienstag…Da konnten sich meine Eltern nicht über mangelnden Einsatz während der Studienzeit beschweren :-)

  8. Aye, you and the way you awake (long hidden) memories. I had a boyfriend in Dortmund Körne
    …. his mutti did not allow disco visits, nor encouraged any other city activities ;0)

    1. Bad Mother :-) Körne was one of the poorest parts of Dortmund, a little bit forgotten….east side… I was located on the other side, Dortmund Marten, southside, next to Bochum. Also forgotten, a town for old people but near to my high school ! All the best, Jürgen

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