Urlaub 2

Wo ich gerade beim thema urlaub war ( ich glaube ich habe noch nie urlaub gemacht, die kamera war immer dabei und irgendwann wurde dann ein fotoprojekt aus dem urlaub) dieses gebäude was ich euch zeige war auch dafür gedacht..hat zum glück nicht geklappt und der spuk hat auch nicht 1000jahre gedauert)    Es ist nicht einfach sich so einem objekt fotografisch anzunähren….ich glaube ich war über die jahre 4 mal dort….die schiere grösse, das wissen um den bauherrn und die geschichte, die beklemmung die das objekt immer noch ausstrahlt… die ersten bilder waren eher dokumentation des ganzen, was ok ist aber in meinem fall wiederum nicht da die dokumentar-und journalistische fotografie nicht zu meinen themen gehört.   Also dranbleiben was insofern möglich war das meine deutsche lieblingsinsel hiddensee praktischerweise auf der wegstrecke liegt und es in der stadt bergen auf rügen ein tolles hotel gibt, von dort ist es nach pora nicht weit ( und nach hiddensee wie gesagt auch nicht )   Ich war dann einmal im februar dort ( ich mag den monat weil er meistens ein schreckliches wetter bietet- bedeutet ein ungemütliches aber fotografisch ergiebiges wetter) und habe das gebäude nochmal bei wegschmelzendem schnee fotografiert …. nach 3 std. perspektivsuche festgestellt das es genau eine stelle gibt von der aus es mittels des 16mm weitwinkels möglich ist die anlage in ihrer ganzen grösse zu erfassen… ich finde der schnee nimmt dem ganzen etwas die ruinenästhetik und wir als eigentliche studiofotografen bezeichnen so ein vor weiss freigestelltes objekt als …freisteller… der sozusagen pur und direkt von sich erzählt ohne jede dekoration. Dieser gedanke gefiel mir in bezug auf das porabild sehr und ich wusste, total durchgefroren und durchnässt…ich habe es für mich geschafft…. hoffe ihr seht das ähnlich, ansonsten gerne kritik üben denn selbst ich bin nicht perfekt :-)….ps. etwas stimmt nicht an dem bild, dank photoshop.

Urlaub 1

Bisher war ja viel vom vom beruf die rede , bzw. wie sich das hobby zum beruf entwickelt hat….da taucht dann irgendwann das problem auf das wenn man den spass am beruf verliert auch der spass am hobby weg ist, also doppelt pech gehabt !    Ich denke das passiert fast jedem in seinem leben mal und habe dann überlegt wie ich damit umgehen soll…. die idee war sich wieder aus den zwängen des berufes zu befreien, also die zwangsläufige denke in kategorien wie  kundenwunsch, bezahlung, shootingleitung, peröhnlichen amositäten etc. aufzubrechen.     Da bleibt dann nur übrig ein jahr bei einem indischen guru zu verbringen, bei der krankenkasse eine kur in bad homburg zu beantragen ( incl. kurschatten), den burnout experten viel geld für therapiestunden hinterherzuwerfen oder…. zu fotografieren.    Ich habe damals beschlossen mir jedes jahr 1-2 freie projekte zu gönnen die ich bearbeite…und eins davon stelle ich hier mit dem ersten bild vor :  es geht um die faszination die campingplätze ausserhalb der saison ausüben können, zum beispiel bei strömendem regen im februar.    Man wandert dann stundenlang mutterselenallein zwischen eng geparkten leeren hausmobilen herum und fühlt sich wie der letzte überlebene des atomaren unglückes….und findet merkwürdige und lustige und denkwürdige situationen vor….beachtet bei diesem bild z.b. die videokameras oder den mülleimer….insgesamt habe ich jetzt ca. 500 motive und aus denen 22 gute herausgesucht und werde mich im herbst nun von der ostseeküste richtung nordsee vorarbeiten…. passt also auf wenn ich komme !

Still Life

Jetzt komme ich noch in schreiblaune, also die rede war von meinem beruf als werbefotograf( die eltern schauten mich damals ratlos an und fragten : so was wie der für unsere kreiszeitung ….derweil ich mich schon mit tollen bikinischönheiten in der südsee wähnte) , wie sich nun dieser beruf entwickelt hat werde ich beizeiten mal erzählen, zuerst aber wieder ein bild….ich habe mich bis heute nicht auf ein spezielles thema festgelegt und fotografiere still, people, architektur und in der mischung davon auch geschäftsberichte , alles für werbeagenturen und zeitschriften, aber ein kleiner schwerpunkt von mir sind meine beautystills wie dieses puzzelbild, es ist wirklich gebaut und vor allem das zusammensetzen mit der pinzette hat mich fast um den verstand gebarcht ( aber nur fast denn ein still lifer darf natürlich nie den verstand verlieren, jedenfalls nicht vor versammeltem team, höchstens beim wutanfall auf dem wc) …einige der flüssigkeiten bewegten sich natürlich in die falsche richtung aber da ich auch die bildbearbeitung selbst mache konnte ich sie per photoshop wieder auf ihren platz verweisen, das dauerte dann nochmal einen tag…..also ein typisches still : 1tag vorbereiten, 1/125sec. fotografieren und 1 tag retuschieren !

Geschichte 2

Manchmal ergeben sich die geschichte beim ziellosen wandern…. hier war ich eines tages mal wieder in einer dieser öden bürovorstädte unterwegs auf der suche nach einer hochgarage mit aussicht auf die stadt…. da vielen mir die vielen schwarzen raben auf die um eine lampe kreisten….ich machte eine ganze serie von diesen vögeln und auf dem heimweg kam mir die idee daraus eine modegeschichte zu inszenieren , so als ob dort ein grosser vogel verletzt notgelandet ist und die raben auf das ende warten um dann den leichnam zu zerlegen…also einstieg in die genauere planung und 2 wochen später wieder zur location zurück, diesmal mit modell, stylist, visagist und co…eine serie von 6 motiven fotografiert und dann hinterher am rechner optimiert… hier zeige ich das eröffnungsbild dieser serie.     In diesem fall hat alles geklappt aber ich habe es auch schon anders erlebt …entweder die idee erweist sich als doch nicht gut genug für serie von bildern, oder die stimmung ist auf einmal ganz anders als beim erstenmal erlebt und man bekommt eine art …fotografierblockade.. oder die tolle location wurde gerade abgerissen und man steht einem grossen gelben bagger gegenüber….

 

Geschichte

Es ist immer ein wagnis 2 bilder gegenüberzustellen, nun hat ja fast jede fotomappe mit der wir uns vorstellen gehen doppelseiten und nun muss man überlegen ob und wie man die gestaltet.   Einfach hat es derjenige der monothematisch arbeitet….das thema ist der inhalt und fast alles passt zusammen.  Arbeitet man dagegen in verschiedenen bereichen gehen die probleme los, der eine möchte die mappe nach themen sortieren, der andere nach bezügen, ein dritter ganz frei, ein vierter nach farbgestaltung und der fünfte wirft dich wegen erwiesener unordnung in deiner mappe aus dem präsentationsgespräch raus und rät zu einer guten mappenberatung…ein coachinggeschäft was gerade in den letzten jahren expandiert ist und welches ich sehr kritisch sehe….rückwärts in den fahrstuhl geschoben wurde ich in all den jahren auch schon mal aber das war dann wohl der falsche termin zur falschen zeit.    Ich denke wenn man es allen recht machen will wird alles beliebig und eine gute mappe muss …denkwürdig… sein und ein wenig anecken um im gedächnis zu bleiben, ich verlassse mich dabei eher auf mein bauchgefühl denn letzendlich stehe ich vor meiner mappe und muss mich verkaufen und das sollte überzeugend sein damit ich möglichst bald einen job bekomme um all die teure software und kameratechnik bezahlen zu können….was also haben diese beiden bilder gemeinsam ausser das der herr rechts vielleicht der geschäftsführer dieses schwer insolventen startups war ?  Nichts aussser meinem gefühl das es irgendwie toll aussieht….

Inszenierung 1

Es gibt tage da finde ich es ziemlich ärgerlich das hobby zum beruf gemacht zu haben… nur ärger mit dem finanzamt, stress mit rechnungen und gemeinheiten von kunden und dadurch ist einem der spass an der fotografie völlig vergangen.   Es gibt aber auch die anderen tage, an denen man wie ein kleiner junge ungestraft seinem spieltrieb und ideen nachgehen kann und wie auf einer bühne inszeniert, in diesem fall in einer jener schrecklichen bürovorstädte der 60/70er jahre wo ich um die künstlichkeit zu toppen ein kleines shooting organisiert hatte… zur freude aller büromenschen die kichernd in den fenstern hingen.   Der herr ganz vorn ist übrigends käuflich, ich habe mal bewusst das sonderangebotspreisschild nicht wegretuschiert.

Frühzeit

Ich bin gerade dabei mein leben neu zu sortieren, so ungefähr zur hälfte des berufslebens scheint es mal ganz sinnvoll kurz anzuhalten und die überquellenden schubladen zu sichten, vieles wegzuwerfen aber einige gute geschichten für die jetztzeit aufzubereiten….gerade wenn man so wie ich noch die analoge fotografie betrieben hat und einem also bei sortieren so exotische dinge wie grosformatdias, handprints auf barytpapier, cibachromprints und polachromedias entgegenfallen.   Zu dieser kategorie gehörtauch eine freie serie die ich immer noch sehr mag wegen der stimmung die sie vermittelt und aus der diese beiden gezeigten bilder stammen ( es ist eigentlich eine modeserie mit modell gewesen , ich zeige aber die nebenbei entstandenen landschaftsstills)   Profis unter euch werden es sofort erkennen, es sind handprints von infrarot filmen , fotografiert in einem moor in der nähe von bremen…. die farbfime hatdas fachlabor entwickelt, die scharz-weiss filme ich selbst…. was sehr spannend war weil es keine asa-iso einstellung gab wegen der schwankenden infrarotstrahlung…nur die ca. angabe 1000asa ( was man ja am korn schön sieht) und noch spannender weil geraten wurde den film vorher im dunkeln in die kamera zu laden und diese zum fotografieren nur sehr kurz aus dem schutzbeutel zu nehmen…ich lief also eines sonntages mit meinem team und 6 grossen schwarzen plastiktüten(mitjeweils einer kb kamera innen) sowie einem mobilen lichtdichten filmwechselsack durch ein menschenleeres moor…. und sollte uns doch ein moorbauer gesehen haben hat der bestimmt gedacht da entsorgt einer seinen missliebigen kollegen zersägt in säcke frühmorgends im moor…

Lernen

Es gibt ja verschiedene möglichkeiten als fotograf zu arbeiten, manche machen eine ausbildung(lehre,meisterbrief) , manche suchen sich assistenzstellen, andere studieren fotografie, visuelle kommunikation o.ä.und dann gibt es noch die die eine kamera in die hand nehmen und mit den ersten 15 bildern eine werbeagentur besuchen, zufällig den richtigen CD treffen und mit dem superjob die agentur wieder verlassen.     ich habe mittlerweile alle spielarten kennengelernt und festgestellt das es jeder so machen sollte wie ihm sein bauchgefühl sagt, es gibt keinen königsweg.     nach diese binsenweisheit kommt vielleicht die frage wie ich es angestellt habe….nun , nachdem ich die 3 unendlich langen lehrjahre überstanden hatte mit einem prüfungsabschluss der mir nur übrig liess taxifahrer zu werden oder zu studieren bewarb ich mich u.a. an jenem ort für den dieses bild steht, und wurde mit 34 von 30 nötigen punkten genommen, d.h. ich hatte es in dem trubel gar nicht genau verstanden , bin dann einfach zu semesteranfang hingegangen und hatte ein halbes jahr angst sie würden mich rauswerfen, bis ich mich traute auf die liste der studienanfänger zu schauen und dort meinen namen fand.    dann konnte das lustige studentenleben mit vorträgen in einem ungeheizten zechengebäude beginnen, mit einer total veralteten technik die zudem für die vielen studenten überhaupt nicht ausreichte : lektion eins also : selbst ist man/frau , friert nicht nur im unterricht sondern lässt auch zu hause die heizung aus ( zum aufwärmen ging es in den edeka markt zeitunglesen) und kauf sich dann im sommer für das zurückerstattete heizungsgeld mal ein vernüftiges neues 2.0 28mm objektiv…

Der zweite bere…

Der zweite bereich neben still life ist die people fotografei, auch dazu ein beispiel, in diesem fall ein fast klassisches studiobild, allerdings versuche ich immer mit meinen modellen zu reden und im gespräch mimik und gesten zu erzeugen, das braucht dann manchmal so 20 leere bilder bis zum entscheidenen moment ( bei manchen modellen allerdings nützen auch 200 leerbilder nichts, die haben den moment verpasst als sie durch die studiotür hereinkamen) , franziska in unserem fall aber war eine tolle, sie meinte irgendwann wenn ich sie anbrüllen würde kämen ihr bald darauf echte tränen, daraufhin habe ich das team schon mal essen holen geschickt und die traute zweisamkeit zu einer wilden eifersuchts-trennungszene genutzt, nach 20min hatte ich weiche knie, sie die tränen , ich ein echtes foto und das essen war auch da….Image

Warum und Wozu

hallo und guten tag,

man sagt ja immer das 1 bild mehr sagt als tausend worte, ich habe mich aber überzeugen lassen das manchmal 1 bild + 1000 worte

die krönung darstellen…. diese tolle idee führt jetzt also zu diesem noch tolleren blog ( na ja, schauen wir mal ) in dem ich in gewissen abständen

einiges über die fotografie  und mich erzählen möchte.

warum nun genau ich+die fotografie, nun das hängt damit zusammen das ich vor ca. 30 jahren mit meinem zum abitur geschenkten geld in dem fotoladen meiner kleinstadt

stand um das geld gegen eine frisch eingetroffene olympus 0m 2 einzutauschen, es kam der fotomeister in den raum, sah die kamera, sah mich und fragte ob

ich denn lust hätte eine fotolehre zu machen, jetzt sofort bei ihm, weil er mit derselben kamera arbeiten würde.

10 minuten später stand ich wieder vor der ladentür, mit der neuen kamera und als angehender fotolehrling.

es schloss sich bw zeit(luftbildfotograf), studium und nunmehr 20 jahre berufslaufbahn als werbefotograf an, aber dazu werde ich später noch ein paar fundstücke

herauskramen.

soviel also fürs erste zu meiner person und der diesem blog zugrundeliegende idee