Schrottbild…

Holocoust Denkmal Berlin…Vater und Sohn sind mal wieder auf Erkundungstour…schauen was die grosse Chefin so macht…raus aus dem Dorf Hamburg und eingetaucht in die einzige deutsche Großstadt …Papa schau mal, da vorn ist ein Haus nicht fertig geworden…äh, nicht ganz…Mist, wie erkläre ich jetzt einem 13jährigen was diese Steinansammlung dort bedeutet, soll ich nun die grosse Geschichtskeule rausholen und einen Exkurs vom Ende des ersten Weltkrieges bis zum Ende des IIIReiches halten ? ….Ah verstehe Papa, das ist so eine Art Sonnenbank für Berliner…in der Tat nutzen viele Leute die ersten warmen Frühlingstage und sitzen mit Kaffeetogo und Handy auf den Steinen, einige etwas übertrieben schon mit nacktem Oberkörper…also so eine Art Stonehenge für Sonnenanbeter…ich hatte in meiner Diplom FH Arbeit geschrieben das sich Denkmäler im Laufe der Zeit sich immer wieder Umwidmungen durch nachrückende Generationen zu stellen haben, also keine toten …Denk mal Objekte…sein dürfen…Prima, glatte 1 dafür und 25 Jahre später stehe ich vor dem Ergebnis meiner Überlegungen…und würde meinen Text am liebsten nochmal umschreiben…denn dieser Umgang mit diesem Denkmal gefällt mir überhaupt nicht..Wir gehen näher heran…und dann zwischen die Steine hindurch…von oben grüssen Burgerkauende Dauertelefonierer …stimmt der Empfang ist oben auf den Steinen bestimmt besser…obwohl das wohl kaum die Intention dieses Denkmals ist…es sollte ja auch bewusst kein konkretes Denkmal sein sondern ein Ort der zum Denken über das Undenkbare auffordert..das kann ich meinem Sohn wohl kaum erklären…da fällt mir die Geschichte mit den Stolpersteinen ein…wir sind in Hamburg oft über diese Steine …gestolpert…haben die Namen gelesen und nach dem Alter geschaut…und dann auf das Haus in dem diese Menschen gelebt haben …bevor sie dann abgeholt wurden zu einer Reise ohne Wiederkehr…diese Stolpersteine machten die Geschichte sehr begreifbar, konkreter, auch für Kinder erzählbar…ich ziehe also eine Linie zwischen diesen beiden Denkmälern und mein Sohn nickt…darum geht es also…in einigen Jahren werden wir uns noch intensiver damit beschäftigen, zumal auch meine Familie unter den Tätern war (Urgrossvater als Leiter eines Arbeits-sprich : Vernichtungs-Lager in den Höhlen der V2 Produktion in den letzten Wochen des Regimes ) Wir wollen weiter, mein Sohn bittet ich soll noch ein Foto machen, das will er dann seinen Kollegen in der Schule zeigen …eigentlich will ich nicht…aber ich lasse mich überreden …es bleibt ein rein formales Bild… Gestaltung als letzte Rettung wenn man mit einem Bild nicht ausdrücken kann was in einem vorgeht im Augenblick des fotografierens…

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61 Antworten zu “Schrottbild…

    • Thank you so much Holly…had some problems …to shoot a picture on a location who tells a story that you cannot show in a single picture ( my picture shows the ..Holocaust Denkmal …in Berlin) Have a nice weekend, best regards, Jürgen

    • Vielen Dank,
      auch bei dir ein sehr schöner Bericht…hatte ähnliche Gedanken bereits als ich vor jähren mal die Burg Flossenbürg fotografierte…und dann mit Entsetzen feststellte das es sich um denselben Ort handelt wo auch das berüchtigte KZ gelegen ist…und dann stand ich da Mitte Februar…allein in der Gedenkstelle…und habe nichts fotografiert. Aber den Moment dort werde ich nicht vergessen ! Grüsse von Jürgen

  1. Also, Schrottbild finde ich doch ziemlich danebengegriffen, lieber Jürgen. Dein Anspruch, komplexe Gedankengänge und ebensolche historischen Zusammenhänge in einem Foto zusammenzufassen, ist ebenso schwierig, wie dies in einer Skulpturengruppe zu tun, wie die Meinungsverschiedenheiten über dieses Mahnmal zeigen.
    Wichtig scheint mir, sich des Zweifelhaften dieses Unterfangens bewusst zu sein, und es dennoch mit Respekt zu versuchen. Wenn dann noch fein eingesetztes Handwerk dazukommt, finde ich da einen sehr weiten Abstand zu Schrott.
    Herzliche Grüße
    Ule

    • Hallo Ule,
      gebe gerne zu das ich (Achtung : Deutschunterricht:-) zu einer etwas rhetorischen Überschrift gegriffen habe…eigentlich wollte ich ja nur gelobt werden….nein, ich denke wirklich das sich bestimmte Dinge nicht fotografisch erfassen lassen…so sie heute kaum gedanklich begreifbar zu machen sind…das wollte ich mit der Überschrift sagen, vielleicht ist as Bild als solches gelungen…aber es bleibt an der Oberfläche und gibt nicht meine Gedanken/Gefühle wieder…daher der etwas provozierende Titel…denke es ist interessant auch ma darüber zu schreiben …Ich wünsche dir noch ein entspanntes , nicht zu kaltes Wochenende, lieber Gruss, Jürgen

      • Obgleich: in einer Zeit, in der Menschen sich so viel stärker visuell als verbal erreichen lassen, haben Menschen, die sich aufs Bildermachen verstehen, eine besondere Verantwortung, vielleicht, auch was komplexe Inhalte angeht. Die Gefahr, dabei plakativ oder, noch schlimmer, oberlehrerhaft, zu werden, ist leider groß: das wird wohl grundsätzlich (immer?)schlechte Fotografie – wie es auch in der politischen Dichtung beklagenswert viele gut gemeinte Werke gibt.

    • Danke Birgit,
      wie ich schon zu Ule s Beitrag schrieb ist die Überschrift vielleicht etwas zu provokant..drückt aber trotzdem aus das vielleicht bestimmte Dinge nicht fotografierter sind…(für mich als Berufsfotograf natürlich eigentlich ein Unding) und daher ist das Foto der Gedenkstätte nicht das was ich eigentlich dabei gedacht habe…
      Lieber Gruss, Jürgen

      • Verstehe. Das, was das Mahnmal ausdrücken soll, ist ja im Grunde auch nicht ausdrückbar. Erst recht nicht, wenn man diese Zeit miterleben musste (und am Ende nicht zu den Überlebenden gehörte).

    • Ja Anke,
      wenn es total blöd wäre hätte ich es nicht gezeigt…dafür bin ich viel zu eitel :-) Trotzdem gibt es hier Fotos hinter denen ich zu 100% stehen kann…das da oben gehört nicht dazu weil wesentliche Empfindungen,Gefühle fehlen…ich denke es geht dort nicht, es wird immer formal bleiben weil das was passiert ist sich nicht in einem Bild aussagen lässt…
      Wünsche dir noch ein schönes Wochenende, lieber Gruss, Jürgen

    • Ja, die Aktion kannte ich..als Satiriker hat man da ein paar mehr Reaktionsmöglichkeiten und die Flut der Antworten und die nachfolgende Diskussion zeigt ja auch das sich viele mit dem alltäglichen Umgang vor Ort an der Gedenkstädte unwohl fühlen…immerhin etwas und es kann nicht schaden darüber nachzudenken, allein damit ist schon viel erreicht ! Grüsse von Jürgen

  2. Wie hast Du denn die Leute mit Burger und Kaffee verscheucht? — Habe ein zwiespältiges Verhältnis zu diesem Denkmal, aber wie man es hätte besser machen können, weiß ich auch nicht. Die Idee mit den Stolpersteinen ist schon genial ….

    • :-) Warten und suchen und 11mm , das Foto entstand vom inneren der Anlage nach aussen , die meisten Besucher halten sich nur am Rand an der Strasse auf…Die Stolperstein Idee sagt mir persönlich auch mehr zu, ich finde sie sehr unpathetisch und zugleich direkt und alltäglich…das Grauen das in einem ganz normalen Alltag stattfand…Vielleicht muss man dazu noch ein grosses Holocaust Denkmal haben, an zentraler Stelle…aber wie das hätte idealerweise beschaffen sein sollte masse ich mir kein Urteil an..interessanterweise will sich das jetzige Denkmal ja gar nicht als Denkmal sehen sondern als Anstossort zum Nachdenken…das zumindestens funktioniert ! Grüsse von Jürgen

  3. Hallo Jürgen,
    sehr beeindruckend … in fast b/w, so wird der düstere Schatten der Vergangenheit noch mehr zum Ausdruck gebracht. Eine Vergangenheit, die viele vergessen möchten, aber diese dadurch auch nicht mehr ungeschehen machen können. Niemand kann das – leider!

    Auch dein Text hat mich sehr beeindruckt, denn so gesehen ist dieses Bild und das, was man damit verbindet, auch ein Teil von dir, durch deine Vorfahren, die du ja nicht selbst ausgesucht hattest. Aber du gibst etwas offen zu, was andere, insbesondere oft prominente Personen, z. B. aus Industriekreisen um jeden Preis unter Verschluss halten wollen. Aber es ist auch mutig, in der heutigen Zeit, wo so gut wie alles, worüber diskutiert wird, auch spaltet. Du jedoch stehst dazu, obwohl du nichts dafür kannst, es war nicht deine Zeit, du warst noch nicht geboren. Aber es ist oft die Schwere der Schuld der eigenen Verwandten, die einen bedrückt und umso mehr, weil man machtlos dagegen ist. Es war nun mal so, es ist nicht zu ändern. Aber ich denke, dass es dich doch hin und wieder innerlich beschäftigt, du denkst darüber nach, doch die Fragen, die du hast, kann keiner beantworten. Dieses Gefühl in deinem Inneren schwingt in diesem Bild mit; es ist eine besondere Art des Ausdrucks deiner Persönlichkeit, deiner Prägung.

    Es ist nicht einfach nur ein Bild, für dich persönlich ist es mehr als das – es zeigt ein Objekt, das deine diesbeüglichen Gedanken und Gefühle mit einfasst, wie der Rahmen ein Gemälde.
    Für mich deshalb eine ausdrucksstarke und sehr beeindruckende Aufnahme, deren Wirkung durch deinen Text noch verstärkt wird. Respekt!

    Liebe Grüße
    Sella

    • Vielen Dank Sella,
      es war nicht meine Zeit, aber seit meinem ersten Urlaub in der Bretagne weiss ich das auch wir Nachkommen nicht davon laufen können…Und dann gab es eine Schulpartnerschaft mit einer Warschauer Schule…mit Besuchen…danach wurde ich Geschichtsfreak mit Schwerpunkt III Reich und habe die Jahrgangsbeste Geschichtsabiklausur in NRW geschrieben…und wäre beinahe Geschichtslehrer geworden …hätte ich mir vom ABI Geld nicht eine Olympus OM2 Kamera gekauft…Und von meinem Vater habe ich dann die Geschichte meines Opas gehört : hohes Gestapo Tier im Stab Heydrich in Prag, danach Leiter besagten Vernichtungslagers zur V2 Produktion…und nach Kriegsende wieder Kriminalbeamter !!! Da fällt einem nicht mehr viel zum ein…..Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag, lieber Gruss, Jürgen

      • Ja, es stimmt, da fehlen einem die Worte und auch wenn man sich die Dokus über den Nürnberger Prozess auf ZDF Info anschaut, wie sich Angeklagte dort verhielten; sie waren sich keiner Schuld bewusst, nicht mal in moralischer Hinsicht.

        Man weiß heute, dass damals auch nur ein Bruchteil zur Rechenschaft gezogen wurde; die meisten haben nach Kriegsende auf irgendeinem Posten weitergearbeitet, ihre Kinder großgezogen und vermutlich ganz normal gelebt, nur ich glaube, dass ihre Überzeugungen nicht so einfach ausglöscht werden konnten. Wir wissen ja, dass auch nach dem Mauerfall, viele ehemalige skrupellose Funktionäre von drüben, auch ohne Konsequenzen irgendwo untergekommen sind, und ein normales Leben führen, bis heute. Wir kennen die Geschichten aus Büchern, Fernsehen, Dokus, nur zu gut.

        Aber wie gesagt, niemand wird je die Vergangenheit ändern können und es ist wahr, der nachkommenden Generationen wurde dadurch eine schwere Bürde aufgeladen, an die wir so gut wie täglich erinnert werden, damit so etwas sich nie mehr wiederholt und es im Bewusstsein der Menschen fest verankert wird. Irgendwie tragen wir alle Greueltaten der Weltgeschichte auf unseren Schultern, denn es gab sehr viele, und man weiß das, wenn man sich mit der Weltgeschichte ausführlicher befasst.

        Man bekommt es immer öfter mit, wie wichtig dies ist, denn entsprechende Dokus werden im Fernsehen in Dauerschleife ausgestrahlt. Und in Zeiten wie diesen noch öfter, wo der Einfluss des Rechtspopulismus offensichtlich kontinuierlich wächst. Das macht einen nachdenklich und man beobachtet gewisse Ereignisse mit großem Bedenken, ja auch mit Angst und hofft trotzdem, dass schlussendlich die Vernunft die Überhand behält.

        Andererseits taten das damals auch viele, in Stefan Zweigs Bücher z. B. kann man darüber lesen, doch es half nichts; auch jene, die immer an das Gute im Menschen bis zuletzt geglaubt hatten, konnten das größte Verbrechen an der Menschheit nicht abwenden. So gesehen, was bleibt für uns? Vielleicht ist Hoffnung zu wenig, deshalb setzt man heutzutage verstärkt auf Erklärung, Aufkärung, auf Bildung, Ausstellungen, Dokumentationen und andere Kulturgeschichtlichen Projekte.

        Ich finde das sehr gut, es muss unbedingt fortgesetzt werden, damit man dadurch noch viel mehr Menschen die Augen öffnet, die vielleicht leichter beeinflussbar und manipulierbar, für Lügen und Verdrehung der Tatsachen empfänglicher sind, als jene, die standhafter sind und keinen Menschen zum mehr Einfluss helfen, die alte, menschenverachtende Ideologieen in sich tragen, bzw. diese wieder aufleben lassen wollen.

        Wir wissen nicht, wie es den Kindern von heute irgendwann gehen wird, wenn wir selbst alt geworden sind oder nicht mehr da sind und ich glaube, viele möchten sich das auch nicht so gern ausmalen. Denn auch die rasante technische Entwicklung macht einen zu denken, wo alles wohl hinführen mag.

        Und Sicherheit ist eine Illusion, sie hat es nie wirklich gegeben, auch wenn uns das immer wieder vorgegaukelt wird. Wenn man all das betrachtet, wundert es einen nicht, dass so viele Jugendliche, aber auch ältere nicht mit dem Leben klarkommen und irgendwann krank werden.

        Vieles ist zu schwer zu tragen, dabei wird verlangt, dass man funktoniert, Pflichten nachkommt, im Leben irgendwie weiterkommt, denn wenn nicht, wird man früher oder später ausgegrenzt, recht schnell als loser abgestempelt.
        Der gesellschaftlicher Druck ist größer geworden und viele können damit nicht Schritt halten, viele zerbrechen innerlich daran. Aber das ist eine andere Geschichte …

        Auch dir einen angenehmen, entspannten Sonntag und liebe Grüße
        Sella

  4. Nachdem ich deinen Text gelesen habe ist das Bild für mich schon ausdrucksstark. Die Schatten verstärken das noch.
    Ich bin mit Überlebenden aufgewachsen und damit ist es ja auch ein Teil meiner Vergangenheit.
    Bin Jahre nach dem Krieg geboren und musste trotzdem hier in Schweden (30 Jahre) als Deutsche immer wieder Rede und Antwort stehen.
    Von den Stolpersteinen habe ich nie gehört. Beeindruckend!
    Liebe Grüsse aus dem Schwedenländchen

    • Die Stolpersteine sind eine Aktion des Künstlers Gunter Demnig, vor vielen Häusern findet man kleine leicht herausgehobene Steine, auf jedem Stein steht der Name, Geburtsdatum und das Todesdatum des Menschen der in dem Haus gewohnt hat bis er abgeholt wurde. Wenn man dann vor einem Haus steht und sieht 5 solcher Steine im Boden….dann wird Geschichte begreifbar…auf sehr einfache und eindrucksvolle Art. Eine klasse Idee ! Lieber Gruss, Jürgen

      • Seit Monaten treibt hier in Berlin-Lichtenberg eine Neonazi-Gang ihr Unwesen und gräbt nachts die (aus meiner Sicht eben auch die Geschichte gut greifbar machenden) Stolpersteine im Kiez aus. Ich kotze und schäme mich. Irgendwas läuft in diesem Land hier gerade gewaltig schief. Schaurig und traurig ist das.
        Trotzdem liebe und sonnige Grüße aus Berlin,
        Daniel

        • Das ist ein Ding, so ein Mist, bisher hat es in Hamburg keine Probleme damit gegeben, obwohl wir auch einige Unverbesserliche hier rumlungern haben…Trotzdem nicht entmutigen lassen und alle wieder eingraben…wir haben den längeren Atem ! Wünsche trotz allem eine schöne (kurze) Woche !

  5. Lieber Jürgen, es ist löblich, wie du den Sohn an die Untiefen der Geschichte heranführst.Und freuen solltest du dich, dass er dich zum Foto aufgefordert hat, statt gleich selbst ein Selfie zu machen. Da hast du doch schon einen differenzierten Menschen herangezogen. Grüße von einem, dessen Söhne heute ihre erste SMS verschickt haben. ;-)

    • :-) Glückwunsch, solche SMS bekomme ich auch immer : …mach schon mal die Nudeln warm, bin gleich da….mit den Selfies haben wir es nicht so, und wenn dann muss natürlich die grosse Kamera dafür herhalten..die schleppe ich eh überall mit rum… Grüsse von Jürgen

  6. Beim Holocaust-Denkmal fällt mir immer zuerst das Yolocaust-Projekt von Shahak Shapira ein, der hatte einige geschmacklose Bilder von Mahnmalbesuchern genommen und sie per Photoshop mit Bildern von Leichenbergen zusammengefügt. Ziemlich beeindruckend, auch die Reaktionen darauf.

    • Hallo Ulli,
      ja, die Aktion kenne ich, auch die Reaktion ..die gar nicht so schlecht waren, es gab sogar Entschuldigungen von Leuten die sich auf den Motiven wiedererkannten…seine Aktion fand ich gut und gedankenanregend…ich war da ja nur ein simpler Fotograf mit seinem Sohn und neugierigen Fragen an der Backe :-) Wünsche dir noch einen schönen Restsonntag, Grüsse von Jürgen

  7. Das Foto ist sehr gut geworden!…und es spiegelt wieder, wofür dieses Denkmal (eigentlich) stehen soll…gut, dass Dein Sohnemann Dich „überredet“ hat , es zu machen:-)) Lieben Gruß Corinna

    • Danke Corinna !
      Und ich hatte schon überlegt wozu mein Sohn eigentlich gut sein soll, außer mich zu ärgern :-) Gebe ihm das Kompliment gerne weiter, Lieber Gruss, Jürgen

    • Dem kann ich mich nur anschließen und deutlich zustimmen!
      Sehr gutes Foto, spiegelt sehr gut ursprünglichen Sinn des Denkmals wieder! Partystimmung dort zur Zeit ist bedenklich (auch wenn ich ein nicht dem Feiern und Frohsinn abgeneigter Mensch bin).
      Lg Daniel

      • Danke Daniel,
        bin auch einer guter Party nicht abgeneigt :-) , muss aber wirklich nicht unbedingt diese Stelle sein, könnte ein sehr falscher Eindruck entstehen…! Sonnige Grüsse aus Hamburg von Jürgen

    • Hallo Annette,
      vielen Dank, ich musste bei meinem Beitrag die ganze Zeit an die Diskussion bei dir in deinem Blog denken…gehöre ja auch zu den Kindern jener Väter…aber ich habe dann doch nicht bei dir reingeschrieben sondern nur mitgelesen…sehr interessante Beiträge ! Ich wünsche dir noch eine schöne Vorosterwoche, lieber Gruss, Jürgen

      • Hallo Jürgen, beim Lesen deines Beitrages dachte ich auch sofort wieder daran. Das Thema ist momentan allgegenwärtig und beschäftigt uns alle offenbar.

        Danke und für dich ebenfalls eine angenehme Frühlings-Woche. Sonnige Grüße, Annette

  8. Deine Gedanken kann ich nachvollziehen, lieber Jürgen. Auch mir fiel bei meinem Berlinbesuch auf, daß diesem Denkmal nicht nur mit Respekt begegnet wurde. Wahrscheinlich müßte es eingezäunt und der Eintritt kontrolliert werden, um das zu verhindern, und selbst dann gäbe es keine Garantie.

    • Hallo Tanja
      einzäunen ist zwar naheliegend a, würde aber der Idee des freizugänglichen Denkmals widersprechen, Wachleute wären vielleicht eine Idee , aber das kostet, provoziert Streit und bei der Grösse des Denkmals können die auch nicht überall sein…
      Lieber Gruss aus Hamburg von Jürgen

  9. In einem Foto ausdrücken zu wollen, was man angesichts des Holocausts empfindet, ist wohl tatsächlich eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Aber auch das als „eigenes Scheitern“ empfundene Gefühl bringt einen ja mitunter weiter. Wichtig ist die fortwährende Auseinandersetzung mit uns und unserer Geschichte. Es ist eben nicht das Denkmal der „Schande“, wie es uns ein rechter Troll weismachen wollte. Es ist ein Ort der Erinnerung. Und wenn dieser Ort zum Burger- und Eis essen genutzt wird, so mögen wir es bedauern. Aber ein Denkmal lebt…
    Lg und ein schönes Osterfest.
    Werner

    • Hallo Werner,
      ja, ein lebendes Denkmal ist allemal besser als ein eingezäuntes und …totes…Denkmal…sogesehen lebt es in Berlin richtig auf…und wird von grossen Teilen der Bevölkerung, der Besucher angenommen…das ist schon mal viel Wert…und über alles andere kann diskutieren und nachdenken…
      LG und ich wünsche dir ebenfalls ein sonniges , schönes Osterwochenende ,
      Jürgen

  10. Hi Jürgen, I managed to get the essence of this with translate… a poignant image and story. Your composition is powerful with its angles, lines and shadows.

    • Thank you so much Jane Lurie,
      this was my little father – son story about our visit in Berlin, and my picture of the Holocaust memorial . All the best, Jürgen

  11. Richtiggehend labyrinthig. Ich habe mal in dem Museum selbst fotografiert. Da gibts Winkel und Ecken, in denen einem geradezu schaurig werden kann.

    Denkmale (ich mag diesen Ausdruck lieber als Denkmäler), Denkmale haben politische Urheber, das bedeutet, sie dienen bestimmten Interessen. Daraus folgt nichts anderes, als dass bei wechselnden Herrschaften auch die Ziele und Zwecke von Denkmalen sich ändern. Und häufig haben reifere Menschen schon erlebt, wie Denkmale von ihren Sockeln gestossen worden sind.

    Ich grüsse Sie herzlich von unterm grauhimmlischen Bembelland, Herr Ärmel

    • Da haben Sie absolut recht, Denkmale bleiben nie an und für sich stehen sondern entwickeln sich entsprechend den Zeitumständen weiter…sie werden gestürzt, durch ein anders Denkmal als Kontrapunkt ergänzt (s. Hamburg) oder umgewidmet..oder auch in historisch falsche den neuen Machthabern aber passende Bezüge gesetzt (Hermansdenkmal z.B.) Das führte u.a. zu der radikalen These das jedes Denkmal per se überflüssig sei weil zu sehr manipulierbar….eine interessante Debatte mit vielen Facetten und vermutlich nie einer endgültigen Lösung. Danke für Ihren Beitrag und herzlicher Gruss ins schöne weit entfernte Bembelland, Jürgen

  12. Again I used google translate and got the idea….and wished I could sit down and talk with you about all of this, because what you’ve said is so interesting. The photo, by the way, is excellent, but then there is the subject: so fraught with peril, as we say in English. It’s a subject I wondered about when I visited a relative a few weeks ago in the German countryside – a relative on my grandmother’s side. She is a part of the family that did not emigrate to America, therefore I wonder, what part did her parents and grandparents play 75-odd years ago? Is it wrong of me to think that we over here don’t carry blame too? Yes, we play a part as well. There are so many questions, and it’s so complicated. We just barely touched on the topic when I visited, because it was our first time meeting and I was a guest.
    Children make us think! I like the idea of calling the monument, a place that calls for thinking about the unthinkable. I’m not sure what you meant by the stumbling blocks, but it sounds interesting.
    Do you know about the group of zen practitioners that goes to Auschwitz every year to meditate? (https://zenpeacemakers.org/programs/auschwitz-birkenau-bearing-witness-retreat/)
    That was started by the teacher I studied zen with back in the early 1980’s – Bernie Glassman. He died last year.
    Anyway, thank you Juergen, for facing the world straight on. it’s refreshing. I appreciate it very much.

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