Sahara..

_N8B8812…Sprühregen draussen, um 18.00 schon dunkel..ratlos schaut der Fotograf nach draussen…das wars dann wohl, Zeit die gefütterte Himalajasuperbergsteigerantisowiesojacke wieder aus dem Schrank zu holen …und die ISO Zahlen an der Kamera hoch zu stellen, nix mehr 100 ISO, ab sofort nichts mehr unter 400 …im Studio gibts wenigstens Blitzlicht zur Stimmungsaufhellung…aber vor der Tür…nichts wie fallende Blätter und leise rieselt….ok, das kommt noch, schon Weihnachtsgeschenke gekauft ? Da fällt mir ein das ich schon seit 2 Wochen eine Tüte Spekulatius hinter dem Rechner versteckt habe..wenn die Assistentin gerade abgelenkt ist…lecker 🙂  Und dann träumen vom letzten Sommerurlaub…die besten Urlaubsfotos konnte man dieses Jahr übrigens in Hamburg aufnehmen….gaaaanz viel Sand und blauer Himmel…und wenn nicht ständig irgendein Baukran im Weg stehen würde könnte man der Verwandtschaft was von einem Wüstenurlaub erzählen…es war aber nur die Megabaustelle Hafencity…wo sie aus Angst vor kommenden Superfluten mit Riesenmengen von Sand Dünen bauen um dann Einheitskästen aus Stein für reiche und Extrareiche draufzustellen…Harbourliving heisst das dann wenn man neben den 2 Porsche SUV  auch noch das passende Boot besitzt…momentan ist es aber noch eine schöne Gegend…Leute lassen kleine funkgesteuerte Buggys herumflitzen, sonnen sich im Sand oder lassen Drachen steigen…ich habe mit meinem Sohn versucht eine seltene Tierart zu finden…mit dem Hintergedanken dann die ganze Gegend ab sofort als Biospährenreservat unter Denkmalschutz zu stellen…leider war da ausser verrosteten Schrauben nichts zu entdecken…ok, so unabwendbar wie die Jahreszeiten nimmt dann wohl auch die Hamburger Hafencity ihren Lauf…und in ein paar Jahren staunen die Leute über dieses Beweisfoto…es gab mal Leben unter ihrem Superloft 🙂

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12 Antworten zu “Sahara..

  1. Ich liebe deine coolen Superweitwinkelfotos, Jürgen.
    Ganz ehrlich, in der Hafencity möchte ich nicht wohnen. Ich mag Övelgönne, da sieht es recht kuschelig aus, obwohl dort viele Touris herumschleichen, so wie meinereiner 😉 und der Weg zur Strandperle ist schön kurz 😀
    ISO400 geht doch auch. Ist halt nicht immer alles eitel Sonnenschein 😉
    LG kiki

    • Danke Kiki,
      und stimmt, die Hafencity so wie sie bis jetzt fertig geworden ist wäre auch für mich kein Platz…und die Strandperle könnte sich die Miete gar nicht leisten…abgesehen davon sind bei ihr die cooleren Typen und es fahren die grösseren Schiffe vorbei 🙂
      Lieber Gruss,
      Jürgen

  2. Love your „people“ selection.
    Also the first photo, a mounting kit, which I would call „ceci n’est pas une pipe“.
    😉

  3. Vielleicht haben all die Investoren, Spekulatoren, Spekulatierer -:)), sorry Spekulierer ihre imposanten Ideen eines Tages wirklich in den Sand gesetzt und haben dann im Popo Sand -:)). Diese Bauten for the very rich schießen auch in Frankfurt am Mainufer überall in die Höhe natürlich mit Bootshafen.

    Apropos Spekulatius: der liegt auch schon bei mir, denn kaum ist er im Regal zu finden, muss ich ihn kaufen und er ist der einzige Keks, bei dem mein Kater, der sonst nie etwas stibitzt oder auf dem Tisch zu finden ist, auch nicht bei Tatar, alle guten Manieren vergißt und kekskrümelnd maust-:)).

    mit herzlichen , schmunzelnden Grüßen vom Dach in Hanau
    Karin

    • Sekulatiustierer….das wäre aber ungerecht gegenüber den Spekulatius…die sind wirklich lecker und da ich letzte Saison zu spät kam (kurz vor Weihnachten rollen ja bereits die ersten Osterhasen an)…darf ich dieses Jahr um so mehr davon…die in Frankfurt kenne ich auch, am Mainufer am alten Kohlehafen…schön gelegen wenngleich…igitt…ehemals Bahnhofsviertel…aber für irgendwas muss der arme gestresste Superbanker ja seine Boni ausgeben…
      Lieber Gruss von den Fischköpen…
      Jürgen

  4. Eine Szene mit einem EV von 15 lässt sich bei ISO 100 mit Blende 11 und 1/200 Sekunde belichten. Und die Blende 8 eines 18 mm WW bietet schon eine „Hyperfokale Distanz“ von nur einem Meter bei einem Zerstreuungskreis von 30 µm (üblich im KB für Vergrößerungen bis zur Postkartengröße).
    Da die Verzeichnung bei der Brennweiteneinstellung von 24 mm extrem ausfällt, verwende ich für geometrische Fotos, wenn Möbel oder Türen im Vorder- oder Hintergrund abgebildet sind, meist die 35 mm Einstellung meines EF f4/24-105, bei der die Aberrationen minimiert erscheinen. Natürlich könnte man mittels DPP oder PS die tonnenförmige Verzeichnung am Mac wegrechnen, aber während der Aufnahme sind die Verzerrungen immer im Prismensucher zu sehen, sodass eine richtige Ausrichtung der Kamera freihand nicht möglich ist. Nur wenn man ein Stativ mit Libelle zur Hand hätte, könnten stürzende Linien bereits bei der Aufnahme vermieden werden.

      • Mein Kommentar war auch nicht als Kritik zum Foto gemeint. Es ging mir mehr um das Drehen am ISO Knopf, was das Rauschen spürbar erhöht. Vor wenigen Jahren besuchte ich in Hamburg eine Ausstellung von Steve McCurry – die Mehrzahl der Aussenaufnahmen fotografierte er auf Kodachrome 25 oft bei bedecktem Himmel und sogar im Regen! Die obige Szene mit Blende 8 erlaubt etwa eine 1/125 s bei einem ISO 25 Diafilm oder bei meiner EOS 5Dll in der Low Einstellung mit dem maximalen Dynamikumfang von zehn Lichtwerten bei einer Nennempfindlichkeit von ISO 50.
        Da ich seit 1982 ausschliesslich Leica M Objektive im KB und im MF das Zeiss Planar T* 2,8/80mm nutze, fallen mir die Aberrationen meiner japanischen Linsen unwillkürlich ins Auge. Dabei gelangen mir einige meiner besten Fotos mit einer Nikon FM und dem Nikkor f2/35mm auf Ilford Galerie FB Papier. Ergo, das Equipment ist sekundär, viel wichtiger ist es m. E., das die Kamera sich intuitiv bedienen lässt und nicht bei der Aufnahme meine Aufmerksamkeit bindet …

  5. Wer selbst im Bausand einer neuen Bausünde die Sahara entdeckt, hat genug Phantasie, es auch durch die dunkelsten Winter zu schaffen 😉 Tolles Foto-und außerdem ging mir dieser goldene Herbst langsam auf die Nerven. Jetzt kann ich über den Regen fluchen, den Jackenkragen hochschlagen und mich hineinfallen lassen in die „da müssen wir jetzt durch“-Jahreszeit. Spekulatius hilft.

    • Klar, Schmudelwetter…meine graue Lieblingsjahreszeit in der ich meine Lust auf Nebelfotos ausleben kann, ohne störenden blauen Himmel 🙂
      Beste Grüsse, Jürgen

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